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Gelsenkirchen - Schalke 04 liegt dank tatkräftiger Hilfe von Werder Bremens Keeper Raphael Wolf auf Siegkurs - dann schlägt kurz vor Schluss die große Stunde von Sebastian Prödl.

Nach dem Quasi-Aus gegen Real Madrid ist Schalke 04 auf dem Weg zurück in die Champions League ins Straucheln geraten.

Drei Tage nach dem 0:2 im Achtelfinal-Hinspiel gegen die Königlichen kamen die Gelsenkirchener in der Fußball-Bundesliga nicht über ein enttäuschendes 1:1 (0:0) gegen Werder Bremen hinaus. 

Jörg Wontorra begrüßt Viktor Skripnik und Armin Veh im Volkswagen Doppelpass
Jörg Wontorra begrüßt Viktor Skripnik und Armin Veh im Volkswagen Doppelpass - am Sonntag ab 11 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 © SPORT1/getty

Im Kampf um die Plätze für die Königsklasse büßte das Team von Trainer Roberto Di Matteo weitere wichtige Punkte ein. (DATENCENTER: Tabelle

Meyer nutzt Patzer - Prödl der Held

Die Hanseaten verpassten zwar ihren sechsten Bundesliga-Sieg in Folge. Die Mannschaft von Coach Viktor Skripnik bewies aber auch auf Schalke ihren steilen Aufwärtstrend und dominierte phasenweise das Spiel. 

Jung-Nationalspieler Max Meyer brachte die Gelsenkirchener unter tatkräftiger Mithilfe des Bremer Torwarts Raphael Wolf in Führung (61.). Sebastian Prödl glich aber in der Nachspielzeit aus. (Die Highlights zum Nachören bei SPORT1.fm)

"Nach dem blöden Tor, das ganz klar mein Fehler ist, hat sich die Mannschaft zum Glück wieder aufgerappelt", sagte Wolf bei Sky.

Prödl stand gegen Schalke zum ersten Mal seit dreieinhalb Monaten überhaupt wieder im Kader. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Schalke auf der Gegenseite verlor zu allem Überfluss auch noch Verteidiger Joel Matip, der mit einer Muskelverletzung ausgewechselt werden musste.

Boateng nur auf der Bank

Obwohl Schalke insgesamt zehn verletzte oder gesperrte Spieler fehlten, saß Kevin-Prince Boateng vor mit 61.973 Zuschauern ausverkauftem Haus nur auf der Bank.

Trainer Roberto Di Matteo zog dem vermeintlichen Anführer zwei 19-Jährige vor:

Im Mittelfeld bekam Meyer erstmals seit fast drei Wochen wieder eine Chance, und im Angriff stand Felix Platte erstmals in der Startelf - Lohn für die couragierte Leistung gegen Cristiano Ronaldo und Co., als der A-Jugendliche mit einem Lattenschuss die größte Schalker Chance gehabt hatte.

Platte verpasst

Werder-Coach Viktor Skripnik setzte auf dieselbe Elf, die beim 3: 2 gegen den FC Augsburg den fünften Sieg in Folge eingefahren hatte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Die Hanseaten sahen sich vom Anpfiff an in der Defensive gefordert, weil die Königsblauen sehr schwungvoll begannen. Die erste nennenswerte Torchance hatte Platte, der den Ball allerdings am langen Pfosten vorbei schlenzte (17.).

Di Santo und Höwedes vergeben Großchancen

Bremen brauchte zwei Minuten länger, um erstmals gefährlich vor dem Tor von Timon Wellenreuther aufzutauchen: Franco di Santo scheiterte aber dabei am 19-Jährigen.

Es war der Startschuss für mehr Offensivdrang der Gäste. Werder kontrollierte fortan weitgehend das Geschehen, die besten Chancen bis zur Pause hatte aber Schalke: Roman Neustädter (38.) und Matip (40.) verfehlten knapp das Tor.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff verstocherte Benedikt Höwedes die größte Schalker Chance. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Keeper Raphael Wolf von Werder Bremen am Boden
Raphael Wolf brachte Bremen mit seinem Patzer gegen Schalke in Bedrängnis. © Getty Images

Meyers Schuss rutscht durch

Nach Wiederbeginn wurde der Spielfluss immer zäher. Beide Teams gingen wenig Risiko ein. Als fast gar nichts mehr ging, zog Meyer einfach aus 20 Metern ab, und Werder-Keeper Wolf ließ den Ball durchrutschen.

Schalke sah schon wie der sichere Sieger aus, aber kurz vor Ende der regulären Spielzeit köpfte der eingewechselte Prödl nach einem Freistoß von Zlatko Junuzovic doch noch den Bremer Ausgleich ins Tor. Auch Schalkes Keeper Timon Wellenreuther sah dabei nicht gut aus. 

Sein Gegenüber Wolf hielt dagegen mit mehreren Paraden noch den Bremer Sieg fest und rehabilitierte sich für seinen Patzer. "Zum Schluss konnte ich mich noch mal auszeichnen, das war aber auch das mindeste nach diesem Scheißtor", meinte der Werder-Keeper hinterher erleichtert.

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