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VfL Wolfsburg v 1899 Hoffenheim - Bundesliga, Schürrle, de Bruyne
Andre Schürrle (r.) wechselte in der Winterpause vom FC Chelsea nach Wolfsburg © Getty Images

Aufsichtsrats-Vizechef Stephan Grühsem von Bundesligist VfL Wolfsburg hat sich empört in die Debatte um den 32-Millionen-Euro-Einkauf Andre Schürrle und die angeblich fehlende Tradition beim Werksklub zu Wort gemeldet. Wolfsburg habe mehr Tradition als der 1. FC Köln.

"Ich kann die Anfeindungen nicht mehr hören. Ich wünsche mir da eine freiere, ehrlichere und weniger voreingenommene Herangehensweise bei der Betrachtung", sagte Grühsem auf der Sportmesse SpoBIS 2015 in Düsseldorf und meinte: "Da ist sicher einiges aus dem Lot geraten, gerade was die Diskussion um Traditionsklubs angeht."

Der 62-Jährige monierte die "angeblich fehlende Tradition" bei den Niedersachsen. "Der VfL Wolfsburg hat mehr Tradition als der 1. FC Köln", sagte Grühsem und überraschte mit der Aussage. Wolfsburg wurde 1945 gegründet, das Gründungsjahr des 1. FC Köln ist 1948.

Über den Transfer von Schürrle, der für die Klub-Rekordablösesumme von 32 Millionen Euro vom FC Chelsea zum VfL transferiert wurde, sagte Grühsem. "Fußball braucht Investments, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Dieser Aufwand, jedes Wochenende Spitzenleistungen zu zeigen, muss finanziert werden. Und deswegen verstehe ich die Kritik nicht", sagte Grühsem. Es tue dem deutschen Fußball laut des VW-Kommunikationschefs "auch im internationalen Umfeld ausgesprochen gut, wenn es starke Investoren gibt, die die Dinge möglich machen".

Eine Ablösesumme von 32 Millionen Euro wie im Falle Schürrle sei normal. "Bei internationalen Spitzenfußballern werden sie auf dem internationalen Parkett immer über Summen sprechen, die irgendwo bei 18, 19, 20 Millionen Euro anfangen. Und das hört häufig bei Summen auf, die viel größer sind als die besagten 32 Millionen Euro - so sie denn überhaupt stimmen", sagte Grühsem.

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