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Christoph Kramer von Borussia Moenchengladbach
Christoph Kramer wechselt zum Saisonende von Borussia Mönchengladbach zurück zu Bayer Leverkusen © Getty Images

Christoph Kramer will seine Redelust künftig etwas besser unter Kontrolle halten.

"Ich habe zu allem meinen Senf dazugegeben, wenn ich etwas gefragt wurde", sagte der Weltmeister von Borussia Mönchengladbach im Interview mit dem kicker: "Wenn ich noch einmal in diverse Situationen käme, würde ich es heute anders machen."

Der 23-Jährige, der mit vorherigen Interviews oft aneckte, findet im Nachhinein: "Okay, hier und da hast du einfach ein bisschen viel gemacht, viel gesprochen, naiv drauflos geplaudert. Aber ich bin jung, das gehört dazu. Ich mache auch meine Fehler. Ist eben so."

Ein Problem sei außerdem, dass Aussagen in gedruckten Interviews oft falsch angekommen wären: "Ich muss aufpassen, was ich sage, weil in der Zeitung niemand sieht, wie ich es gesagt habe."

Kramer will sich dennoch keinen Maulkorb anlegen. "Bei sensiblen Dingen wie einem Vereinswechsel begibt man sich immer auf eine Gratwanderung", hielt er fest: "Prinzipiell bin ich ein ehrlicher Mensch, der ausspricht, was er denkt. So will ich das auch weiter handhaben."

Der ausgeliehene Mittelfeldspieler wechselt nach der Saison zurück zu Bayer Leverkusen, wo er im Dezember bis 2019 verlängert hat. Zuvor hatte es lange Diskussionen um einen möglichen Verbleib in Gladbach gegeben, die auch Kramer geschürt hatte.

In einem Spiegel-Interview hatte er das Fußballgeschäft mit "modernem Menschenhandel" verglichen und befunden: "Wenn ich irgendwo nicht spielen möchte, spiele ich da nicht. Da kann ein Vertrag aussehen, wie er will."

Nun betonte er, dass er seine Zeit in Gladbach "mit dem bestmöglichen Ergebnis" abschließen will: "Es wäre doch klasse, wenn ich mich als Dankeschön für die tolle Zeit mit der Champions League verabschieden könnte."

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