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Erst Pyrotechnik, dann Jagdszenen: Vermummte Hooligans stürmen nach dem Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln das Feld, die Polizei greift hart durch

Nach dem Last-Minute-Gegentor im rheinischen Bundesliga-Derby bei Borussia Mönchengladbach (0:1) haben vermummte Hooligans des 1. FC Köln den Platz im Borussia-Park gestürmt.

Etwa 30 Randalierer in weißen Overalls durchbrachen die Absperrung, es kam zu Jagdszenen und Handgreiflichkeiten mit der Polizei und Ordnungskräften.

Die Polizei nahm zwei Randalierer noch auf dem Platz fest.

Ein Polizist wurde durch das Pfefferspray verletzt, das gegen die Hooligans eingesetzt wurde.

Auch einige Ordner trugen nach Polizeiangaben Blessuren davon.

Kölner Fans stürmten in Mönchengladbach den Platz
Fans beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach v 1. FC Köln - Bundesliga © Getty Images

Der FC verurteilte die Aktionen in einer Stellungnahme auf seiner Homepage schon kurz nach dem Abpfiff scharf und distanzierte sich "ohne Wenn und Aber" von den Verursachern.

Die Vorfälle seien ein "schwerer Rückschlag, der den Club enttäuscht und ärgert", hieß es.

Der Klub wolle "alles ihm Mögliche tun, um Täter zu ermitteln und konsequent zu sanktionieren" und behalte sich "weitere, harte Schritte" gegen die beteiligten Gruppierungen vor.

"Wer von sich behauptet, Fan des 1. FC Köln zu sein und sich so verhält, hat grundlegende Regeln des Fußballs nicht verstanden und ist unerwünscht."

Auch FC-Trainer Peter Stöger hatten die Vorfälle erschüttert. "Was soll ich dazu sagen? Jeder, der Fußball liebt, kann mit so etwas nichts anfangen. Das kann man logischerweise nicht gutheißen", sagte der Kölner Trainer Peter Stöger: "Das ist bitter. Mindestens so bitter wie die 0:1-Niederlage."

Auch sein Gladbacher Amtskollege Lucien Favre sagte: "So etwas gehört nicht zum Fußball."

Mindestens zwei der Randalierer wurden noch auf dem Rasen gestellt und abgeführt.

Schon während des Spiels waren die Anhänger der Gäste negativ aufgefallen: Wegen massiven Einsatzes von Pyrotechnik im Kölner Block wurde verzögert angepfiffen, in der zweiten Halbzeit musste Schiedsrichter Deniz Aytekin das Spiel für zwei Minuten unterbrechen.

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