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Pep Guardiola und Jose Mourinho
Jose Mourinho (r.) und Pep Guardiola waren von 2010 bis 2012 Rivalen mit Real Madrid und dem FC Barcelona © Getty Images

München - Jose Mourinho verrät, warum er zwei lukrative Angebote von Paris St. Germain ausschlug - und verknüpft das mit einer Spitze gegen seinen alten Rivalen Pep Guardiola.

Der Wettstreit mit Pep Guardiola hat verhindert, dass Jose Mourinho jetzt Trainer von Paris St. Germain ist - und nun findet er, dass er inzwischen die weit reizvollere Aufgabe hat als sein alter Rivale.

In einem Interview mit der spanischen Zeitung Sport schildert der Coach des FC Chelsea ausführlich, wie nahe er vor einigen Jahren einem Engagement bei seinem Achtelfinalgegner in der Champions League gekommen war und warum er es letztlich doch abgelehnt hat.

"Als sie das Projekt gestartet haben, sollte ich der Trainer sein", verrät der Portugiese. 2011 und 2013 wurde er nach Katar geflogen, um dort die Verantwortlichen des mit katarischem Geld gesponserten Klubs und den damaligen Sportdirektor Leonardo zu treffen. Beide Male jedoch habe er einen anderen Job als reizvoller betrachtet.

Suche nach Herausforderungen

2011 sei er bei  Real Madrid geblieben wegen der "großen Herausforderung, direkt mit Barcelona zu konkurrieren, dem wohl besten Team des vergangenen Jahrzehnts. Es war damals nicht der richtige Zeitpunkt für mich zu gehen."

Guardiola, der damals Trainer bei Barca war, wird von Mourinho nicht beim Namen benannt - bei der Begründung, warum er 2013 zu Chelsea statt zu PSG ging, setzt er dennoch wieder eine subtile Spitze gegen ihn.

Auch die Rückkehr zu den Blues begründet Mourinho mit der sportlichen Herausforderung: Für eine englisches Mannschaft sei es "schwieriger als für andere Teams", in der Champions League und der Liga erfolgreich zu sein - anders als dort, wo es Guardiola hingezogen hat.

Bayern Muenchen v VfB Stuttgart - Pep Guardiola
Pep Guardiola und der FC Bayern gewannen 2014 die Deutsche Meisterschaft mit 19 Punkten Vorsprung © Getty Images

"In Deutschland ist es ein Spaziergang"

"Sehen Sie, in Deutschland ist es ein Spaziergang für Bayern", hält Mourinho fest, auch in Spanien fokussiere sich alles auf den Konkurrenzkampf zwischen Real und Barca. Die Meisterschaft von Atletico Madrid im vergangenen Jahr sei "eine Ausnahme" gewesen. Die Premier League - in der Mourinho vergangene Saison Dritter wurde - sei dagegen "eine sehr starke Liga, da ist es sehr schwer, in Europa das Maximum seines Potenzials auszuschöpfen."

Guardiola ist den leichteren Weg gegangen, er den schwereren: Mourinho hat einmal mehr klargemacht, dass dies seine Sicht der Dinge ist.

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