vergrößernverkleinern
VfL Wolfsburg-Klaus Allofs
Klaus Allofs konnte in der Winterpause mit Andre Schürrle einen Weltmeister nach Wolfsburg lotsen © Getty Images

Selbst Manager Klaus Allofs vom finanzstarken VfL Wolfsburg sorgt sich angesichts des bahnbrechenden TV-Vertrags in England um die Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga.

"Wenn sich bei uns nichts tut, und in England tut sich etwas, dann bedeutet das, dass die Konkurrenzfähigkeit darunter leidet", sagte Allofs am Donnerstag: "Rein wirtschaftlich betrachtet ist das ein klares Signal, dass die Premier League ihre Vormachtstellung in diesem Bereich weiter ausbaut."

Englands Top-Liga hat einen neuen Fernseh-Vertrag abgeschlossen, der von 2016 bis 2019 rund 9,5 Milliarden Euro in die Kassen der Klubs spülen wird.

Das sind knapp 3,2 Milliarden pro Saison. Zum Vergleich: Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant für die Saison 2016/17 mit Einnahmen in Höhe von 835 Millionen Euro.

Als Reaktion darauf hatte DFL-Boss Christian Seifert eine Diskussion über "unpopuläre Maßnahmen" gefordert. Damit sind auch Umverteilungen der Spielansetzungen gemeint.

Die Anstoßzeiten dürften "kein Tabu-Thema" sein, sagte Allofs: "Wir müssen den Spagat hinbekommen, auf der einen Seite einen interessanten Spieltag zu gestalten, der auf der anderen Seite aber auch noch kompakt ist." Es wäre zu wünschen, "dass wir zumindest ähnliche Steigerungen hinbekommen könnten, damit der Unterschied nicht zu groß wird", meinte Allofs.

Thomas Eichin vom SV Werder Bremen
Thomas Eichin ist Manager des SV Werder Bremen © Getty Images

Das Arbeiten auf dem Transfermarkt würde durch die Entwicklung auf der Insel erschwert, erklärte Allofs: "Ich befürchte, dass die Preise weiter steigen werden."

Wechsel von Top-Spielern aus der Premier League in die Bundesliga, wie sie Wolfsburg mit Kevin de Bruyne (22 Millionen Euro) und Andre Schürrle (32 Millionen Euro) realisieren konnte, seien künftig noch unwahrscheinlicher, so Allofs.

Werder Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin hat hingegen zur Mäßigung gemahnt.

"Wir haben in der Bundesliga eine sehr gute Position, die Liga boomt. Da müssen wir schon aufpassen, dass wir nicht überzocken", äußerte der 48-Jährige zu dem Thema.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel