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Paderborn - Der FC Bayern feiert beim SC Paderborn das nächste Schützenfest, Robert Lewandowski gibt eine eindrucksvolle Antwort auf die Kritik. SCP-Coach Breitenreiter dankt für das "tolle Erlebnis".

Nach dem nächsten Bundesliga-Torfestival des FC Bayern München wurde sogar der gegnerische Trainer zum Fan.

"Wir haben gegen die weltbeste Mannschaft gespielt mit dem weltbesten Trainer", sagte Andre Breitenreiter nach dem 0:6 (0:2) seines SC Paderborn und schloss bewundernd mit Blick auf seinen lächelnden Kollegen Pep Guardiola: "Vielen Dank für das tolle Erlebnis."

Acht Tore gegen den Hamburger SV, nun auch wieder ein halbes Dutzend gegen den Aufsteiger aus Ostwestfalen: 14 Treffer erzielten die Bayern in den vergangenen beiden Ligaspielen.

Lewandowski löst Blockade

Ganz nebenbei beendete der FCB auch alle Diskussionen um Topzugang Robert Lewandowski, der Münchens kleine Blockade mit den ersten beiden Treffer vor der Halbzeit (24. und 37.) löste und erstmals in zwei Ligaspielen nacheinander für seinen neuen Verein traf.

"Ich habe kein Problem, ich will natürlich jedes Spiel spielen. Wenn ich ein Tor schieße und wir gewinnen: Besser kann es nicht sein", sagte der Pole nach dem Spiel bei Sky und gab damit eine ebenso eindrucksvolle Antwort wie zuvor schon auf dem Platz.

Demonstratives Lob für den Leidgeprüften

Demonstrativ gab es für den Ex-Dortmunder Lob. "Seine Bewegungsabläufe sind sehr wichtig, unabhängig davon, ob er dann die Chancen nutzt", sagte Sportvorstand Matthias Sammer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Er unterstrich Lewandowskis Einstellung: "Er hat sich die Tore extrem verdient, so wie er im Training gearbeitet hat." Guardiola sah den entscheidenden Faktor darin, dass "wir ihn besser eingebunden haben".

Paderborn nervt die Übermächtigen

Bis zum ersten Treffer allerdings wurden die Bayern 24 Minuten lang von tapferen Paderbornern ordentlich genervt. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Da meckerte der spätere zweifache Torschütze Arjen Robben (63., Foulelfmeter und 86. ) mit Rafinha, da diskutierten David Alaba und Xabi Alonso im Mittelfeld mit Ball am Fuß die taktische Vorgabe aus, und da ließ auch Lewandowski bereits beim zweiten nicht angekommenen Pass kurz die Schultern hängen.

Florian Hartherz Arjen Robben
Florian Hartherz (l.) flog nach dieser Aktion gegen Arjen Robben vom Platz © Getty Images

Diskussionen über Rot gegen Hartherz

Spätestens nach dem Platzverweis gegen Paderborns Florian Hartherz wegen einer Notbremse (62.) war das jedoch kein Thema mehr. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Hartherz sah sich mit Rot allerdings zu Unrecht bestraft. "Ich habe den Körper zwischen Gegner und Ball und er läuft in mich rein", beschwerte er sich und kritisierte auch Referee Bastian Dankert: "Und wie Arjen Robben fällt, da muss der Schiri wachsamer sein. Das ist keine Rote Karte."

Klatsche für Paderborn kein Thema

Bei den mehr denn je abstiegsbedrohten Hausherren war die Klatsche im dennoch größten Spiel der Vereinsgeschichte aber kein Thema. (DATENCENTER: Tabelle

"Wir brauchen nicht von einem Rückschlag zu sprechen, wenn man gegen Bayern verliert. 0:6, ok, aber ohne die Rote Karte wäre es nicht so hoch ausgefallen", sagte Manager Michael Born: "Dieses Spiel muss man isoliert sehen."

Und vielleicht hat Guardiola-Jünger Breitenreiter ja sogar noch wichtige Erkenntnisse sammeln können.

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