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Trainer Viktor Skripnik führte Werder Bremen wieder in die Erfolgsspur
Viktor Skripnik holte mit Werder Bremen bislang aus zehn Spielen 19 Punkte © Getty Images

Sinsheim - Werder Bremen schießt sich mit dem dritten Sieg in Serie vorerst aus dem Tabellenkeller. Erinnerungen an goldene Zeiten werden wach, vor allem wegen des neuen Erfolgscoachs.

Als Clemens Fritz die Arbeit von Erfolgscoach Viktor Skripnik würdigte, fühlte sich der Kapitän von Werder Bremen an ruhmreiche Tage erinnert.

"Ich glaube, da hat 'Lutscher' noch gespielt", antwortete Fritz nach dem 2:1 (1:1) am 19. Spieltag bei 1899 Hoffenheim auf die Frage, wann die Hanseaten denn wohl zuletzt drei Siege in Folge gefeiert haben.

Damit lag Fritz nur knapp daneben. Als die Bremer im August/September 2011 dreimal in Folge gewann, hatte der 79-malige Nationalspieler und heutige Co-Trainer Torsten Frings (Spitzname "Lutscher") den Verein erst kurz zuvor verlassen.

Bremen verschafft sich Luft

Inzwischen ist Frings längst zurück - und Teil von Werders Aufschwung. Durch den Erfolg am Mittwochabend verließen die Bremer vorübergehend den Tabellenkeller. Mit 23 Punkten liegen die Norddeutschen auf dem elften Platz. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Das Polster auf einen Abstiegsrang beträgt bereits fünf Punkte, in der Rückrundentabelle steht Werder an der Spitze und auch den Makel der schlechtesten Auswärtsmannschaft sind die Bremer los.

All das haben die Grün-Weißen ihrem neuen Trainer zu verdanken - so sehen es jedenfalls die Profis. "Wir haben unter ihm fußballerisch eine Entwicklung genommen. Er hat einen Plan. Er weiß, wie er spielen will", sagte Fritz über Skripnik, unter dem Werder in zehn Partien erstaunliche 19 Punkte geholt hat.

"Die Punkte reichen noch nicht"

Der so Gelobte will sich auf den Lorbeeren aber nicht ausruhen. "Wir genießen den Moment und den Tabellenplatz. Aber die Punkte reichen noch nicht. Wir müssen weiter akribisch arbeiten und uns verbessern", sagte der Nachfolger des erfolglosen Robin Dutt: "Die ganzen Siege bringen nichts, wenn wir jetzt abschalten."

So sieht es auch Fritz. "Wir tun gut daran, in der Realität zu bleiben", äußerte der Routinier: "Wir sind nach wie vor im Abstiegskampf. Dieses Minipolster kann ganz schnell weg sein."

Hoffenheim verliert Europa aus den Augen

Kurz zuvor hatten der argentinische Torjäger Franco di Santo mit seinem neunten Saisontreffer (8.) und Philipp Bargfrede (52.) für dieses Polster gesorgt. Damit bestätigten die Bremer  erneut, dass die TSG ihr Lieblingsgegner ist.

Die Bremer, bei denen der von Hoffenheim gekommene Verteidiger Jannik Vestergaard durchspielte, haben von 14 Spielen gegen die Kraichgauer nur eins verloren. Daran änderte auch das erste Saisontor des Bosniers Ermin Bicakcic (34.) nichts.

 Dagegen verlieren die Hoffenheimer (26 Punkte) nach der zweiten Pleite im zweiten Rückrundenspiel die internationalen Plätze immer mehr aus den Augen. Das sah auch Trainer Markus Gisdol so: "Die Fragen nach Europa können wir uns jetzt sparen."

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