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Borussia Dortmund v 1. FC Koeln - Bundesliga
Pierre-Emerick Aubameyang (l.) bleibt mit Borussia Dortmund auf Platz zehn hängen © Getty Images

Dortmund - Borussia Dortmund tritt nach der Nullnummer gegen den 1. FC Köln auf der Stelle. Trainer Jürgen Klopp hadert danach mit der mangelnden Durchschlagskraft seines Teams.

Borussia Dortmund hat die große Chance verpasst, den Abstand zur Abstiegszone zu vergrößern und zu den Europacup-Plätzen weiter zu reduzieren. (Datencenter: Tabelle)

Der Vizemeister kam im Westduell mit dem 1. FC Köln nach einer mäßigen Vorstellung nicht über ein 0:0 hinaus, baute jedoch seine Serie auf nunmehr sechs Spiele ohne Niederlage aus. (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan)

"Gegen Köln ist es sehr schwer. Wir haben zwar immer mehr Druck entwickelt, aber die hellen Momente waren nicht dabei. Köln hatte die größeren Möglichkeiten aus den Kontern heraus. Wir hätten es besser regeln müssen", haderte BVB-Trainer Jürgen Klopp.

"Haben es nicht gut gemacht"

So sah es auch Marco Reus: "Wir haben es überhaupt nicht gut gemacht. Besonders in der ersten Halbzeit haben wir uns viel zu wenig bewegt. Wir haben nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben", sagte der Nationalspieler bei Sky.

Für den FC war es dagegen ein wichtiger Auswärtspunkt im Kampf um den Klassenerhalt. Die Rheinländer warten nun aber auch schon seit 24 Jahren auf einen Sieg in Dortmund.

"Wir haben in der ersten Halbzeit einige Chancen ungenutzt gelassen. Wir sind aber zufrieden. Wenn man die Möglichkeiten liegen lässt, ist es normal so, dass man so ein Spiel noch verliert. Um einen Dreier mitzunehmen, hätten wir einige Situationen besser lösen müssen", meinte Kölns Coach Peter Stöger.

Verpatzte Generalprobe für die Champions League

Vier Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch gegen Juventus Turin (Hinspiel 1:2) präsentierte der BVB vor 80.667 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park einige Abwehrschnitzer und bereits überwunden geglaubte Probleme in der Offensive.

Trainer Jürgen Klopp hatte bis auf Sven Bender, für den Sebastian Kehl auf der Sechser-Position vor der Abwehr agierte, die Startelf vom 0:0 eine Woche zuvor in Hamburg nominiert.

Bei den Kölnern wurde Kevin Wimmer nach der Roten Karte beim 4:2 gegen Eintracht Frankfurt durch Mergim Mavraj ersetzt.

Dortmund ohne Durchschlagskraft

Die Begegnung begann vielversprechend. Schon nach wenigen Sekunden musste FC-Torhüter Timo Horn gegen Marco Reus klären und auf der Gegenseite eine Minute später BVB-Keeper Roman Weidenfeller gegen Deyverson, als die Abseitsfalle der Gastgeber versagte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Es sollte die vorerst letzte torgefährliche Aktion der Kölner gewesen sein, denn der BVB verlagerte die Begegnung immer mehr in die gegnerische Hälfte. Dort hatte der Aufsteiger vor dem Strafraum ein Abwehrbollwerk aufgebaut und lauerte auf Konter über die schnellen Angriffsspitzen Deyverson und Anthony Ujah. (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm)

"Man hat schon gesehen, dass Dortmund wieder zur alten Stärke zurückgefunden hat. Aber über den Kampf haben wir uns heute den Punkt verdient", meinte Horn nach dem Schlusspfiff bei Sky.

Deyverson verzieht

Es entwickelte sich ein Geduldsspiel mit vielen Ballkontakten der Borussia, aber nur wenigen Chancen.

Zu langsam und ohne Überraschungseffekt inszenierten die Westfalen ihre Angriffsversuche gegen die auswärtsstarken Kölner. Nichts war zu sehen von den druckvollen Kombinationen der letzten Heimspiele.

Offenbar hatte Coach Klopp in der Halbzeitpause nicht die richtigen Worte gefunden, denn nach dem Wechsel agierte Köln wesentlich mutiger und vergab durch Deyverson die zweite große Chance zum Führungstreffer (52.). (Service: Die Statistiken des Spiels)

Horn hält Köln den Punkt fest

Nach einer Stunde verstärkte sich der Druck der zeitweise etwas verzweifelt wirkenden Borussen.

Horn rückte in den Blickpunkt und verhinderte unter anderem mit einer Glanzparade nach einem abgefälschten Schuss von Reus einen Rückstand.

"Es fehlt nicht an der Frische, sondern an der Durchschlagskraft. Zum richtigen Zeitpunkt muss man sich richtig in den Ball reinschmeißen, um das Tor zu machen", analysierte BVB-Keeper Weidenfeller.

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