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Hertha BSC v FC Schalke 04 - Bundesliga
Schalkes Torhüter Wellenreuther (r.) sieht auch beim Gegentor von Genki Haraguchi nicht gut aus © Getty Images

Berlin - Die Königsblauen schlagen bei Hertha BSC zwei Mal nach einem Rückstand zurück. Torhüter Timon Wellenreuther erlebt einen gebrauchten Tag. Youngster Leroy Sane glänzt.

Schalke 04 ist nach seiner Gala gegen Real Madrid wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet.

Vier Tage nach dem kräftezehrenden 4:3 beim Champions-League-Sieger mussten sich die müden Königsblauen beim Abstiegskandidaten Hertha BSC mit einem 2:2 (1:1) zufriedengeben. (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan)

Der 19 Jahre alte Torhüter Timon Wellenreuther patzte gleich bei beiden Berliner Toren: Erst nutzte Änis Ben-Hatira einen schwache Abwehr des jungen Keepers (21.). Dann traf Genki Haraguchi ebenfalls im Nachschuss (81.). Den späten Schalker Ausgleich erzielte Joel Matip (90.). (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm)

Ben-Hatira macht den Spiderman

Zwischenzeitlich hatte der ebenfalls erst 19-jährige Leroy Sane, der auch gegen Real getroffen hatte, bei seinem Startelfdebüt mit einem sehenswerten Lupfer-Tor für die Königsblauen ausgeglichen (40. ).

Das Remis dürfte für Schalke im Kampf um die erneute Qualifikation für die Königsklasse aber zu wenig sein. (Datencenter: Tabelle)

Ben-Hatira feierte seinen Treffer vor 59.156 Zuschauern mit einer Spiderman-Maske und sah dafür die Gelbe Karte.  (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm)

Auf Aubameyangs und Reus' Spuren

Schon im Revierderby vor zwei Wochen hatten die Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus als "Batman und Robin" verkleidet ein Tor gegen Schalke zelebriert.

Schalke-Trainer Roberto Di Matteo wollte dieselbe Startelf wie beim Sieg in Madrid aufs Feld schicken.

Doch Angreifer Eric Maxim Choupo-Moting musste kurzfristig wegen Wadenproblemen passen. Für ihn stürmte Sane.

Der Ex-Herthaner Kevin-Prince Boateng saß dagegen bei seiner Rückkehr nach Berlin bis zur 79. Minute nur auf der Bank.

Traumtor von Sane

Anders als Real tat Hertha den Schalkern nicht den Gefallen, die Defensive zu vernachlässigen. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Nach der glücklichen Führung gerieten die Gastgeber etwas stärker unter Druck, weil Schalke einen Gang hoch schaltete. Den Gästen fehlte aber zunächst die Durchschlagskraft. Außerdem verhinderten zahreiche Fehlpässe ein besseres Offensivspiel.

Fast folgerichtig musste eine Einzelleistung für den Ausgleich her: Sane zog im Strafraum unwiderstehlich an den Berliner Verteidigern vorbei und lupfte den Ball frech über Keeper Thomas Kraft ins Netz. Es war gleichzeitig Schalkes erstes Stürmertor in der Bundesliga in diesem Jahr.

Wellenreuther patzt

Auch nach dem Seitenwechsel taten sich die Schalker im Spielaufbau schwer. Selbst die Pässe von Spielgestalter Max Meyer kamen selten an, zudem bekam der 19-Jährige von seinen Nebenleuten Marco Höger und Roman Neustädter kaum Unterstützung.

Die Berliner witterten ihre Chance und suchten zunehmend den Weg in die Offensive. (Service: Die Statistiken des Spiels)

In der 55. Minute rettete Wellenreuther stark gegen Hertha-Stürmer Salomon Kalou und machte damit seinen Fehler vor dem 0:1, als ihm der Ball nach einem Schuss von Valentin Stocker versprungen war, teilweise wett.

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