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Mario Thevis, Professor für Präventive Dopingforschung an der deutschen Sporthochschule Köln, ist der Meinung, dass Doping auch im Profifußball zu Leistungssteigerungen führen kann.

"Ich würde grundsätzlich für keine Sportart das Argument ins Feld führen, dass Dopingmaßnahmen nichts bringen. Da kann man auch den Fußball nicht ausschließen", sagte Thevis bei SPORT1.

Zwei Bundesligavereine sind derzeit mit Dopingvorwürfen konfrontiert.

Die Evaluierungskommission der Freiburger Sportmedizin hatte in ihrem Bericht erklärt, dass der Konsum von Anabolika in den "späten 1970er und frühen 1980er" an der Tagesordnung gewesen sei. Dies sei beim VfB Stuttgart "im größeren Umfang" der Fall gewesen und, "wenn auch nur punktuell nachweisbar" auch beim damaligen Zweitligisten SC Freiburg.

Thevis, der als einer der führenden Dopingexperten weltweit gilt, erklärte dazu: "Fußball ist eine sehr athletische Sportart, in der sowohl Kraft- als auch Ausdauerkomponenten eine Rolle spielen und dementsprechend kann man genau diese Parameter durchaus manipulieren. Ob das im gegebenen Fall vorgelegen hat, muss sich noch beweisen lassen."

Nachgewiesen werde Doping im deutschen Profifußball allerdings sehr selten: "Wir können uns auf die Zahlen, die wir im deutschen Dopingkontrollsystem haben, zurückziehen und sagen, dass im Wettkampf etwa 1700 Kontrollen jedes Jahr durchgeführt werden. Zu Trainingszeiten etwa 500 bis 800 Kontrollen. In diesem Zusammenhang gibt es sehr wenige Funde über die letzten zehn Jahre."

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