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Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen kündigt an, dass der FC Bayern eine unglaubliche Summe für einen Spieler bezahlen könnte. Dem Klub winkt nächstes Jahr ein Geldregen.

100 Millionen für einen Spieler? Der Finanzvorstand von Bayern München hält einen Transfer in einer in Deutschland bislang unvorstellbaren Größenordnung für möglich.

"Ja, wir könnten 100 Millionen Euro für einen Spieler zahlen", sagte Jan-Christian Dreesen dem kicker.

Er versuche bewusst zu vermeiden, "nie" zu sagen, "weil ich mich ungern irgendwann korrigieren möchte", sagte der 47-Jährige.

Geldregen für die Bayern

Der Rekordmeister kann sich in der kommenden Saison auf steigende Einnahmen einstellen: Laut kicker dürfen die Bayern für die kommende Spielzeit mit mehr als 68 Millionen Euro planen - rund 40 Millionen aus der nationalen und 28 Millionen aus der internationalen Vermarktung.

Ausschlaggebend für die Ausschüttung ist eine Fünfjahresrangliste der DFL, in der die Bayern derzeit weit vor Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und Schalke 04 liegen.

Unabhängig davon sieht Dreesen die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga gefährdet.

"Es kann nicht sein, dass das Land des Weltmeisters mit einer hochattraktiven Liga den schlechtesten TV-Topf der führenden fünf Länder in Europa hat. So werden wir dauerhaft international nicht konkurrenzfähig sein", sagte er.

Guardiolas Wünsche werden erfüllt

Der FC Bayern werde deshalb womöglich einen Spieler, "der einzig sein Gehalt maximieren will", nicht bekommen.

Bislang, betonte Dreesen, habe der deutsche Rekordmeister noch jeden Spieler geholt, "den wir wollten".

Er habe bislang auch noch keinen Wunsch gesehen, der Trainer Pep Guardiola nicht erfüllt worden wäre. Sein Eindruck sei, "dass gerade der Input des Trainers, welche Spieler hierher passen, sehr wichtig ist."

Dreesen erklärt Kroos' Abschied

Im Falle des an Real Madrid verkauften Toni Kroos hätte der FC Bayern zuvor sein Angebot für eine Vertragsverlängerung erhöhen können, sagte Dreesen. Manchmal aber gelte es, "sich Grenzen zu setzen".

Der Transfer des von Guardiola geschätzten Kroos sei nicht über den Kopf des Trainers hinweg entschieden worden.

Am Ende seien "zwei Züge in zwei verschiedenen Sackgassen" gelandet.

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