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München - Glabachs Präsidiumsmitglied Hans Meyer spricht im Volkswagen Doppelpass über Max Eberls Gespür für Transfers, einen geplatzten Deal und die Probleme im DFB-Team.

Hans Meyer hat derzeit Grund zur Freude. Als Präsidiumsmitglied von Borussia Mönchengladbach sieht er im Stadion viele Siege seiner Mannschaft. Die Niederrheiner befinden sich nach dem 2:0-Erfolg beim FC Bayern auf Champions-League-Kurs.

Für Meyer ist Max Eberl der Garant für den aktuellen Erfolg in Mönchengladbach. "Er hat eine verdammt hohe Trefferquote bei Transfers", sagt der langjährige Bundesliga-Coach über seinen Sportdirektor.

Im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 sprach Meyer aber auch über die Baustellen in seinem Verein.

Gemeinsam mit dem Ex-Borussen Christian Ziege, SPORT1-Experten Thomas Strunz, Martin Volkmar (SPORT1-Ressortleiter Online) und Lars Pegelow (NDR) diskutierte er auch über die Probleme im DFB-Team.

SPORT1 hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Hans Meyer über...

die Entwicklung bei Borussia Mönchengladbach:

"Wir haben uns von einem Verein mit über 40 Millionen Mark Schulden zu einer Mannschaft im oberen Bundesliga-Drittel entwickelt. Das Stadion ist bald abbezahlt, die Schulden überschaubar. Wir sind auf einem richtig guten Weg."

Max Eberls Verdienste:

"Ich muss den Hut ziehen, wie Gladbach das in den letzten Jahren geschafft hat. Max Eberl ist immer zeitiger dran als alle anderen Sportdirektoren. Nicht erst dann, wenn das Hauen und Stechen beginnt. Er hat eine verdammt hohe Trefferquote bei Transfers."

die Baustellen in Gladbach:

"Wir brauchen noch einen guten Innenverteidiger, denn Martin Stranzl und Roel Brouwers müssen bald ersetzt werden. Und wir brauchen auch noch einen Stürmer, aber auf der Position ist es eben schwer einen zu finden."

Gespräche mit Kevin De Bruyne:

"Ich will gar nicht erzählen, wo wir es überall versucht haben. Kennt ihr einen Belgier aus Wolfsburg? Der saß mal bei uns im Zimmer. Dann waren uns die 25 Millionen Euro aber doch zu viel."

den Leistungsstand im DFB-Team:

"Wenn Philipp Lahm, unser einziger Weltklasse-Verteidiger, nicht mehr dabei ist, fällt das schon ins Gewicht. Es braucht eben immer Zeit. Die Jungs hatten wenig Erholung. Die Anfangsprobleme nach dem Weltmeister-Titel lagen auf der Hand. Wir würden gut daran tun, unsere Stärken wieder zu finden: Nämlich als Team zu agieren. Wir haben wenig Klasse im Abwehrbereich. Was wir in der Rückwärtsbewegung gegen Australien angeboten haben, war richtig dünn. Das Ausgleichstor - da dreht es dir als Trainer den Magen um."

die Nachwuchsarbeit beim DFB:

"Mich erinnert die Ausbildung in Deutschland an die Holländische von früher. Die hatten jahrzehntelang keine guten Verteidiger. Sie haben nur Stürmer ausgebildet. Du musst aber erst mal hinten deine Aufgaben erledigen."

Thomas Strunz über...

Arjen Robbens Ausfall:

"Für mich ist Arjen Robben seit 18 Monaten der beste Spieler in der Bundesliga. Von seiner Effektivität und seiner Mannschaftsdienlichkeit her ist er einzigartig. Er freut sich auf jedes Spiel. Damit reißt er die Mannschaft mit. Er ist ein Leader. Für die Bayern ist sein Ausfall ein Riesenproblem. Das Spiel gegen Leverkusen im DFB-Pokal wird der erste Gradmesser sein. Sie können mit ihrer Spielweise die Bayern ärgern. Gegen Porto in der Champions League werden sie auch ohne Arjen Robben weiterkommen."

den Trainerwechsel beim HSV:

"Man hat gehofft, dass Joe Zinnbauer die Saison noch rettet, denn man hat schon einen Trainer im Sommer. Ich glaube es wird Thomas Tuchel. Aber nur wenn der HSV in Liga eins bleibt. Peter Knäbel hat inhaltlich keine richtigen Erfahrungen was die Trainingsarbeit angeht. Deswegen ist die Verpflichtung von Peter Hermann als Co-Trainer sehr wichtig. Ich finde es richtig, dass man künftig nicht mehr mit Rafael van Vaart zusammenarbeitet. Der Schritt ist überfällig."

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