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München - Karl-Heinz Rummenigge spricht bei SPORT1 über die Transferpolitik des FC Bayern, eine mögliche Rückkehr von Uli Hoeneß und die Rivalität zu Borussia Dortmund.

Karl-Heinz Rummenigge hat in diesem Jahr Grund zum Feiern. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern wird am 25. September 60 Jahre alt. "Ich fühle mich aber nicht alt oder dergleichen. Mit 60 war man früher ja schon ziemlich abgearbeitet. Ich glaube, das ist heute etwas anders", sagt Rummenigge.

Er hat mit dem Verein, bei dem vor 40 Jahre seine Karriere begann, in Zukunft noch einiges vor. Im exklusiven SPORT1-Interview spricht Rummenigge über die Transferpolitik des FC Bayern, Uli Hoeneß' Rückkehr und die Rivalität zu Borussia Dortmund (Das komplette Interview ab 18.30 Uhr bei Bundesliga aktuell im TV auf SPORT1).

Karl-Heinz Rummenigge über:

...eine mögliche Vertragsverlängerung mit Pep Guardiola:

"Es ist bekannt, dass er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 besitzt. Ich wünsche mir auch, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Er ist ein herausragender Trainer, er ist ein genialer Trainer, der auch gut zur Kultur von Bayern München passt, weil er sehr sensibel mit dieser Kultur umgeht. Es wäre schön, wenn er lange bleibt. Meine Bereitschaft und meinen Willen zu einer Verlängerung habe ich klar kundgetan. Er wird sich jetzt irgendwann nach der Saison auch äußern: Dann wird er sagen, ob er sich ein weiteres Jahr vorstellen kann. Und wenn nicht, dann werden wir da trotzdem seriös und entspannt mit umgehen müssen. Das ist in diesem Geschäft nun mal so."

...seinen Kontakt zu Uli Hoeneß:

"Ich habe am 2. Januar extra meinen Urlaub unterbrochen, um ihn persönlich zu begrüßen und alles Gute zu wünschen. Dass er hier ist, ein Stück seiner Zufriedenheit und seiner Würde zurück bekommt, macht mich glücklich. Er macht die Aufgabe mit hohem Engagement und Ehrgeiz. Ich bin sicher, dass der FC Bayern auch davon profitieren wird. Ansonsten gehen wir ganz entspannt miteinander um. Wir trinken mal Kaffee oder Espresso. Alles wunderbar."

Uli Hoeneß am Trainingsgelände des FC Bayern München
Uli Hoeneß am Trainingsgelände des FC Bayern München © SPORT1

...die Präsidentenfrage:

"Ich habe Uli Hoeneß vor kurzem diese Frage gestellt. Er hat eigentlich keine Entscheidung gefällt. Er ist glücklich, dass er wieder zurück ist. Das Thema kommt ja frühestens wieder im November 2016, wenn die nächsten Wahlen anstehen. Er hat also ausreichend Zeit, sich bis dahin wieder Gedanken zu machen. Wenn es denn sein muss, wird er dann Gespräche mit Karl Hopfner führen. Ich glaube, wir gehen alle im Klub entspannt damit um. Am entspanntesten geht Uli damit um."

...Transferpläne des FC Bayern:

"Wir sind immer bemüht, auf jeden Fall was zu machen. Erst mal um die Qualität, die ohne Frage schon vorhanden ist, noch mal ein bisschen zu verbessern und auch - da mache ich keinen Hehl daraus - die Hierarchien in Frage zu stellen. Wir haben eigentlich was die Breite und auch die Spitze betrifft, einen gut aufgestellten Kader. Aber wenn es Spieler auf dem Markt gibt, die für uns von Interesse sind und von denen wir glauben, dass sie die Qualität möglicherweise noch ein Stück verbessern, werden wir uns damit auseinandersetzen."

...eine mögliche Verpflichtung von Kevin De Bruyne im Jahr 2016:

"Ob De Bruyne dann ein Spieler wird, der für Bayern München von Interesse ist, das kann ich heute nicht seriös beantworten. Ich habe das ja gelesen. Ich kann das nicht bestätigen. Wir haben diese Gedanken noch nicht, denn du kannst in diesem Geschäft Profi-Fußball nicht eineinhalb oder zwei Jahre im Voraus planen. Das ist unseriös."

...die Abhängigkeit von Robben und Ribery:

"Das sind Spieler, die kannst du nicht immer Eins zu Eins ersetzen, weil die ganz einfach Extraklasse darstellen. Das ist Weltklasse auf höchstem Niveau. Arjen Robben war im vergangenen Jahr einer der besten Spieler der Welt. Franck Ribery war im Jahr davor einer der besten Spieler der Welt. Auch wenn wir 20 gute Spieler haben, stellen die zwei natürlich schon etwas Außergewöhnliches dar."

...persönliche Zukunftspläne:

"Mein Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2016, das ist jetzt noch über anderthalb Jahre. Ich lebe mit anderen Zeitrechnungen, genauso wie Pep Guardiola. Ich bin kein Mensch, der sich jetzt 20 oder wie viel Monate vorher Gedanken macht, was im Dezember 2016 ist. Ich versuche, das Hier und Jetzt zu genießen. Das tue ich. Der Klub ist ganz gut aufgestellt, die Mannschaft spielt attraktiven und erfolgreichen Fußball. Ich habe auch mal meinen Vertrag erst zwei Monate vor Ablauf verlängert. Ich habe da keine Nöte und der Klub weiß, dass er sich auf mich verlassen kann."

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