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München - Matthias Sammer will von einem Schiri-Bonus des FC Bayern nichts wissen und geht auf den Werder-Geschäftsführer los. Rummenigge rät Eichin: "In die Ecke und schämen!"

Sein Team gewann das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Schachtjor Donezk deutlich. Hinterher teilte Matthias Sammer aus.

Mit deutlichen Worten reagierte der Sportvorstand des FC Bayern auf die Kritik von Thomas Eichin an den Schiedsrichter-Entscheidungen bei Spielen des Rekordmeisters.

"Der hat beim Eishockey zwischendurch mal einen Puck an den Kopf bekommen, und das sind die Spätfolgen", sagte der Sportvorstand des FCB auf SPORT1-Nachfrage über Eichin, der vor seinem Engagement beim SV Werder Bremen als Manager des Eishockeyteams Kölner Haie tätig war.

Der heutige Geschäftsführer Bremens hatte vor dem Bundesliga-Duell mit dem Tabellenführer am Samstag (ab 15 Uhr im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) eine Gleichbehandlung durch die Schiedsrichter gefordert.

"Schiedsrichter sollten sich das gut merken"

"Bei den Bayern musst du aufpassen, wenn du in die Zweikämpfe gehst", sagte der 48-Jährige dem Weserkurier: "Ich habe das Gefühl, dass mit zweierlei Maß gemessen wird."

Laut Eichin sollten die Unparteiischen "endlich mal ihren Respekt vor den Bayern ablegen. Den können sie vor und nach dem Spiel haben, aber nicht während des Spiels".

Sammer konterte nach dem 7:0 gegen Donezk bei SPORT1: "Ich glaube, dass die deutschen Schiedsrichter sich das sehr gut merken sollten, was dieser Mann gesagt hat, weil das ja unterschwellig bedeutet, dass sie manipulieren."

Rummenigge spricht von Blödsinn

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zeigte wie Sammer kein Verständnis für Eichins Aussagen. "Hätte er lieber geschwiegen. Das ist kein Fairplay und eigentlich überflüssig", sagte er.

"Er war ja mal im Eishockey tätig, vielleicht sollte er sich daran erinnern, dass es hin und wieder auf dem Platz auch emotional zugeht", drosch Rummenigge in dieselbe Kerbe wie Sammer. "Das war natürlich viel Blödsinn, was er da von sich gegeben hat. In der Schule hätte ich gesagt: 'In die Ecke und schämen.'"

Zuletzt fühlte sich Hannover 96 nach dem 1:3 am vergangenen Wochenende gegen die Bayern benachteiligt. Zwei umstrittene Entscheidungen hatte Schiedsrichter Tobias Welz zugunsten der Mannschaft von Pep Guardiola ausgelegt.

Eichin stellt Ribery an den Pranger

"Wenn man schon in der Situation ist, dass man die Bayern ärgern kann, dann sollte idealerweise der Schiedsrichter nicht noch zugunsten der Bayern eingreifen", sagte 96-Sportdirektor Dirk Dufner.

Frust, den Eichin nachvollziehen kann. "Du kannst gegen Bayern nur gewinnen, wenn du Zweikämpfe führen darfst", sagte der Manager und verwies darauf, dass auch Profis des Rekordmeisters durchaus an die Grenze des Erlaubten gehen würden.

Besonders im Blick hat Eichin dabei die Auftritte von Franck Ribery. "Der hätte schon fünfmal runtergemusst in dieser Saison", sagte der Sportchef mit Blick auf die Pflichtspielauftritte des Franzosen in Champions League, Bundesliga und Pokal. 

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