Video

Im Prozess um die nicht entrichtete Kirchensteuer von Ex-Bayern-Stürmer Luca Toni wird das üppige Gehalt des Italieners offengelegt. Dem Verein droht Ärger mit dem Finanzamt.

Im Prozess um die nicht entrichtete Kirchensteuer von Ex-Bayern-Stürmer Luca Toni ist das Gehalt des Italieners beim Rekordmeister offengelegt worden.

Demnach verdiente Toni in seiner Zeit beim FCB von Juni 2007 bis Dezember 2009 insgesamt üppige 43.487.332 Euro brutto.

Der 37-Jährige wirft seinen Steuerberatern vor, ihn 2008 bei den Behörden falsch angemeldet zu haben, deshalb erhielt er einen Steuerbescheid von 1,7 Millionen Euro.

Laut Richter Hans-Werner Wolf kassierte Toni bei seiner Unterschrift in München allein ein Handgeld in Höhe von 7 Millionen Euro.

"Man hätte ihm sagen müssen, dass er in München überhaupt Kirchensteuer abführen muss", sagte der Richter laut dem Münchner Merkur.

Eine Mitschuld sieht Wolf auch beim FC Bayern: Er berichtete, dass eine Sekretärin des Vereins Toni im Sommer 2007 lediglich gefragt habe, ob er demnächst heiraten wolle. Als der Stürmer verneinte habe sie ihm erklärt: "Dann ist das mit der Religion auch egal."

Sie vermerkte daraufhin auf dem Formblatt für Tonis Gehaltsabrechnung: "keine Konfession".

"So hat sich der FC Bayern die 1,5 Millionen Euro gespart", sagte der Richter: "Der Klub war der Nutznießer." Für den Schaden komme jetzt Tonis Berufshaftpflicht auf.

Wolf merkte aber an: "Vielleicht wird sich jetzt noch das Finanzamt beim FC Bayern melden."

Video
teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel