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Hansi Müller und Masseur Francois Caneri vom VfB Stuttgart 1978
Hansi Müller und Masseur Francois Caneri 1978 © imago

Der damalige Physiotherapeut des Bundesligisten VfB Stuttgart hat sich entschieden gegen die Doping-Vorwürfe der Evalulierungskommission Freiburger Sportmedizin gewehrt.

"Diese Beweise würde ich gerne sehen", sagte Francois Caneri, von 1976 bis 1982 beim VfB angestellt, den Stuttgarter Nachrichten: "Doping hat es beim VfB nicht gegeben - das hätte ich gewusst. Ich war sechs Jahre lang mit den Spielern jeden Tag zusammen, so etwas hätte man ihnen angesehen - an der Haut, an den Augen, am Muskelzuwachs, am Reaktionsvermögen."

Allerdings schränkte er ein: "Grundsätzlich ist alles möglich, die Spieler verraten einem nicht alles."

Er habe aber "selbst mit den Spielern die Medikamente in der Apotheke eingekauft", sagte Caneri: "Ich weiß, was in den Tüten war."

Am Montag waren - wenn auch unter fragwürdigen Umständen - erste Erkenntnisse der Ermittlungen der Kommission, die sich mit der Doping-Vergangenheit an der Freiburger Universität beschäftigt, an die Öffentlichkeit gelangt.

Demnach sei in den "späten 1970er und frühen 1980er Jahren" beim Bundesligisten aus Stuttgart "im größeren Umfang" und "wenn auch nur punktuell nachweisbar" auch beim damaligen Zweitligisten SC Freiburg Anabolikadoping vorgenommen worden.

Die Schlüsselfigur ist der damaligen Leiter der Sporttraumatologischen Spezialambulanz Armin Klümper, bei dem auch VfB-Spieler über einen längeren Zeitraum in Behandlung gewesen sein sollen.

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