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Markus Gisdol bleibt 1899 Hoffenheim treu und verlängert seinen Vertrag vorzeitig. Der begehrte Trainer glaubt an die Perspektive - und kritisiert Konkurrenten.

Das Trainerkarussell in der Bundesliga nimmt gerade Tempo auf, doch ein begehrter Mitfahrer ist schon wieder abgesprungen: Markus Gisdol hat seinen 2016 auslaufenden Vertrag bei 1899 Hoffenheim vorzeitig um zwei Jahre bis Juni 2018 verlängert und damit alle Spekulationen um seine Person beendet.

"Ich habe viel Fantasie, was hier noch passieren kann. Am Ende war es eine leichte Entscheidung. Wir sind in den letzten zwei Jahren mit riesigen Schritten vorangekommen", sagte der 45-Jährige und blickt optimistisch in die Zukunft: "Ich sehe hier noch spannendes Entwicklungspotenzial. Wenn wir uns dort etablieren können, wo wir momentan stehen, wäre das für uns toll."

Vom Abstiegskampf bis nach Europa?

Als Tabellensiebter dürfen die Kraichgauer auf die Qualifikation für die Europa League hoffen. Gisdol setzt damit mit den Hoffenheimern den stetigen Aufwärtstrend seit seiner Amtsübernahme im April 2013 fort.

Damals rettete er die TSG mit einem Auswärtssieg in Dortmund am letzten Spieltag und in der anschließenden Relegation gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern vor dem Abstieg. Die vergangene Saison beendete Hoffenheim auf Platz neun, jetzt klopfen sie an die Tür nach Europa.

Interessenten aus der Bundesliga

"Es war immer unser Ziel, den Vertrag vorzeitig zu verlängern. Wir wollen die erfolgreiche Arbeit mit Markus fortsetzen. Das war ein logischer Schritt", sagte Geschäftsführer Peter Rettig.

Gisdol benötigte aber etwas Bedenkzeit - andere Bundesligisten waren auf ihn aufmerksam geworden. Es sei legitim, dass man zwei, drei Termine vereinbare, um sich in Ruhe Gedanken zu machen, so Gisdol.

Gisdol: "Es ist alles krasser geworden"

Er hat sich für das eher beschauliche Hoffenheim entschieden und gleichzeitig die derzeitige Situation bei anderen Vereinen kritisiert.

"Es ist alles krasser geworden, das müssen wir uns auch alle eingestehen. Vor ein paar Jahren war ein einmaliger Trainerwechsel in einer Spielzeit etwas außergewöhnliches. Das sind alles Dinge, die neu dazugekommen sind in unserem verrückten Trainerjob. Es sollte jetzt nicht noch extremer werden", sagte Gisdol, der sich mit der Hoffenheimer Führung intensiv darüber ausgetauscht habe, "wie unser weiterer Weg aussehen kann."

Ob Leistungsträger wie Kevin Volland oder Roberto Firmino diesen Weg weiter mitgehen werden, ist vor dem Spiel gegen den deutschen Rekordmeister Bayern München am Samstag offen.

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