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Der VfL Wolfsburg besiegt den VfB Stuttgart dank einer Leistungsteigerung nach der Pause. Die Champions League ist zum Greifen nahe. Stuttgart steckt tief im Abstiegssumpf.

Der VfB Stuttgart hat trotz eines couragierten Auftritts einen Bonuspunkt im Abstiegskampf der Bundesliga verpasst. Das Team von Trainer Huub Stevens verlor sein schweres Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg etwas unglücklich mit 1:3 (1:1) und bleibt das Ligaschlusslicht (Datencenter: Tabelle).

Die ersten beiden Treffer für die seit nunmehr 19 Heimspielen ungeschlagenen Wolfsburger erzielte Linksverteidiger Ricardo Rodriguez mit einem verwandelten Foulelfmeter (42.) und einem direkt verwandelten Freistoß (65.) aus etwa 30 Metern (Service: Die Statistiken des Spiels).

Torpremiere von Schürrle

In der 76. Minute durfte der eingewechselte Weltmeister Andre Schürrle über sein erstes Tor im VfL-Trikot zum 3:1 jubeln. Martin Harnik war für den vor allem in der ersten Halbzeit überzeugenden VfB lediglich der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich (44.) gelungen (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften VfL-Arena versteckten sich die Stuttgarter nicht. Der VfB spielte mutig nach vorne und war vor allem bei Standards gefährlich. Allerdings versäumte es das Stevens-Team, aus den guten Chancen der Anfangsoffensive Kapital zu schlagen.

Benaglio verhindert VfB-Führung

Vor allem der für Timo Werner in die Startelf gerückte Filip Kostic hätte in der 16. Minute die Führung erzielen müssen. Doch der seit Wochen starke VfL-Torhüter Diego Benaglio verhinderte mit einer Weltklasse-Parade den Gegentreffer (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan).

Die Wolfsburger waren in der ersten Halbzeit weit von ihrer Topform entfernt. Der in dieser Saison überragende Kevin de Bruyne kam kaum zur Entfaltung und zeigte ungewohnte technische Schwächen. Den Strafstoß zur 1:0-Führung holte auch nicht der Belgier heraus, sondern Daniel Caligiuri gegen den ungeschickten Florian Klein. Die Stuttgarter schockte das nicht, nur zwei Minuten später gelang Harnik der Ausgleich.

Wolfsburger Offensivpower nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren mit mehr Schwung aus der Kabine. Auch de Bruyne wirkte nun spielfreudiger und agierte mit mehr Zug zum Tor. Die Stuttgarter versuchten es mit Kontern über den schnellen Kostic und hätten mit dieser Taktik bei der großen Kopfballchance von Stürmer Daniel Ginczek (59.) fast Erfolg gehabt. Nach Rodriguez zweitem Treffer schien jedoch der Wille der Gäste gebrochen.

Neben Rodriguez gefiel bei Wolfsburg auch der umsichtige und kopfballstarke Innenverteidiger Naldo. Stuttgart hatte in Kostic und Georg Niedermeier seine besten Akteure.

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