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FBL-GER-BUNDESLIGA-MAINZ-LEVERKUSEN
Heung Min Son (2.v.r., mit Wendell) erzielt in Mainz nach einer Viertelstunde das 1:0 für Bayer © Getty Images

Mainz - Leverkusen gewinnt nach Pokal-Aus und dem Eklat um Spahic absolut verdient in Mainz. In der Schlussphase wird es durch zwei Elfmeter für Mainz noch einmal spannend.

Bayer 04 Leverkusen bleibt trotz der bitteren Pokalpleite und des Spahic-Skandals in der Liga auf Erfolgskurs. Die Werkself gewann am 28. Spieltag 3:2 (1:0) beim 1. FSV Mainz 05 und setzte durch ihren sechsten Sieg in Folge ohne Gegentor (Klubrekord) ihren Weg in die Champions League unbeeindruckt fort.

Heung-Min Son (15.), Stefan Kießling (59.) und Hakan Calhanoglu (73.) besiegelten die erste Mainzer Niederlage nach vier Partien ohne Pleite. Ja-Cheol Koo zweimal per Foulelfmeter (78., 90.) sorgte dann noch einmal für Spannung (SERVICE: Die Statistiken des Spiels).

Trubel im Vorfeld in Leverkusen

Die Leverkusener mussten sich seit der Viertelfinal-Niederlage im DFB-Pokal am Mittwoch gegen Bayern München (3:5 i.E.) vor allem mit der Prügel-Affäre um Abwehrspieler Emir Spahic auseinandersetzen. Die Tage des 34 Jahre alten Bosniers bei Bayer scheinen gezählt - obwohl er einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison besitzt (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan).

Eine Gruppe um Spahic, der aufgrund einer Syndesmose-Verletzung in Mainz fehlte, hatte sich im Anschluss an das Bayern-Spiel eine Auseinandersetzung mit Ordnern geliefert. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Spahic aufgenommen. Spahic droht eine Haftstrafe wegen Körperverletzung.

Schmidt gegen Schmidt

Der Klub will laut Sportchef Rudi Völler am Sonntag oder Montag eine Entscheidung über die Zukunft des Verteidigers fällen. Eine vorzeitige Trennung von Spahic, gegen den auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelt, erscheint möglich. Dennoch hing vor dem Bayer-Fanblock in Mainz ein großes Transparent mit der fragwürdigen Aufschrift "Emir - einer von uns".

Die 31.578 Zuschauer in der Mainzer Arena sahen beim zweiten Trainerduell zweier Namensvetter (nach Josef und Helmut Schneider in den 1960er Jahren) eine zerfahrene Anfangsphase. Weder die Gäste-Mannschaft von Coach Roger Schmidt noch die Heimelf von Trainer Martin Schmidt brachte Struktur in das Spiel (DATENCENTER: Tabelle).

Son trifft per Volley

Nach rund zehn Minuten kamen die Leverkusener, die neben Spahic auf den gesperrten Kyriakos Papadopoulos verzichten mussten, in Tritt. Zunächst vergaben Lars Bender (12.) und Son (14.) gute Chancen, dann traf Son nach Vorarbeit von Calhanoglu (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm).

Die Gastgeber, bei denen Niko Bungert, Gonzalo Jara, Christian Clemens, Jonas Hofmann, Todor Nedelev und Nicolas Castillo fehlten, kamen Mitte der ersten Hälfte besser ins Spiel. Die Führung der Leverkusener zur Pause war dennoch verdient.

Elfmeter-Doppelpack von Koo

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel bestimmte Bayer das Geschehen, das zweite Tor der Gäste lag in der Luft. Kießling erledigte den Job nach knapp einer Stunde. Danach kontrollierte Leverkusen das Spiel. Freistoß-Spezialist Calhanoglu schraubte das Ergebnis in die Höhe (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Nach einem Foul von Leverkusens Abwehrschef Ömer Toprak an Shinji Okazaki im eigenen Strafraum verwandelte anschließend Koo den fälligen Strafstoß, ehe der Südkoreaner nach einer Attacke von Tin Jedvaj an Jairo noch einmal vom Punkt traf.

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