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FC Bayern Muenchen v Hertha BSC - Bundesliga
Bastian Schweinsteiger schoss den FC Bayern 2013 gegen Frankfurt zum Meistertitel © Getty Images

München - Bastian Schweinsteiger vollendet mit seinem Treffer gegen Berlin für Bayern quasi den 25. Titel. Der Vizekapitän spielt beim Comeback zwar nicht fehlerfrei, macht Bayern aber Mut.

Bastian Schweinsteiger verließ als letzter Bayern-Spieler den Platz. Gemächlich und überaus zufrieden.

Schließlich hatte er mit seinem Tor dem FC Bayern den 1:0-Heimsieg über Hertha BSC beschert und damit de facto die 25. Meisterschaft. Nach der 0:1-Niederlage des VfL Wolfsburg am Sonntag bei Borussia Mönchengladbach stand der Titelgewinn dann angesichts eines Vorsprungs von 15 Punkten bei vier verbleibenden Spielen auch theoretisch fest. (SERVICE: Der SPORT1-Tabellenrechner)

Schweinsteiger als Meistermacher. Das gab es ja schon 2013, als der Vizekapitän die Münchner in der Triplesaison in Frankfurt zum Titel schoss.

Diesmal also in einem ziemlich grauen Spiel gegen Berlin und bei seinem Comeback. Erst hatte dem Oberbayern ja eine Kapselverletzung zu schaffen gemacht, ehe ein hartnäckiger Virus folgte.

Kämpfer gegen alle Widrigkeiten

Gegen Berlin biss er sich nach und nach in die Partie, auch wenn er nicht frei von Fehlpässen agierte.

Aber der Kämpfer trotzte nach "zehn Tagen im Bett", wie Trainer Pep Guardiola betonte, allen Widrigkeiten und erzielte sein Tor nach perfekter Vorarbeit von Mitchell Weiser. Ein Schuss mit geballter Wucht und einer gewissen Comeback-Wut.

Unter der Woche hatte es ja Gerüchte gegeben, Schweinsteiger beschäftige sich mit einem Wechsel in die USA. So ein Vorhaben scheint im Moment aber weit weg.

Eine Umarmung von Thomas Müller

Stattdessen ist der Vizekapitän zurück auf dem Platz - rechtzeitig zum heißen Tanz im DFB-Pokalhalbfinale gegen Borussia Dortmund und in der Champions League gegen den FC Barcelona. Und solche Spiele gehen mit Meisterschale im Gepäck deutlich leichter.

Schweinsteiger ließ sich also von Thomas Müller nach Spielende herzen, schlurfte nach der gemeinsamen Teamvorbeugung an die Fans mit Trikot Richtung Gegengerade, um es dort zu verschenken.

"Mit seiner Ausstrahlung sehr wichtig"

Der Matchwinner zog es nach der Partie vor zu schweigen, dafür gaben andere wie Matthias Sammer Auskunft.

"Basti hat wie ein Führungsspieler agiert", erklärte der Münchner Sportvorstand. "Es ist sehr wichtig, dass er wieder da ist mit seiner Ausstrahlung."

Die Bayern haben dank Schweinsteigers Comeback im Mittelfeld eine Option mehr. Gegen Berlin leistete sich Guardiola gar den Luxus, Allesspieler Xabi Alonso eine Pause zu gönnen.

Gegen Dortmund soll am Dienstag der nächste Schritt zu einer Trophäe gemacht werden, das DFB-Pokalfinale ist das Ziel.

Den Münchnern macht dabei Schweinsteiger Mut, aber eben auch weitere Rückkehrer wie Javier Martinez.

Martinez "sehr glücklich"

Der Spanier stand erstmals seit seinem Kreuzbandriss im August 2014 wieder im Kader.

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Javi Martinez stand gegen Hertha erstmals seit seinem Kreuzbandriss wieder im Kader des FC Bayern © Getty Images

"Ich bin sehr glücklich", sagte Martinez auf SPORT1-Nachfrage. Wann sein erster Einsatz kommen werde, wollte er aber noch nicht vorhersagen: "Da musst du den Trainer fragen."

In der Triplesaison hatte Martinez noch an der Seite von Schweinsteiger den kongenialen Abräumer auf der Doppelsechs gegeben. Jetzt lassen beide Mittelfeldarbeiter den FCB auf einen furiosen Schlussspurt hoffen. 

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