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Düsseldorf - Selbst der Kaiser geht vom Worst Case aus: Franz Beckenbauer glaubt an einen Abstieg des Bundesliga-Dinos Hamburger SV. Es sehen "keinen Punkt, der Hoffnung macht".

Franz Beckenbauer (69) glaubt nicht mehr an den Klassenerhalt des Hamburger SV und hat dem Bundesliga-Gründungsmitglied im Abstiegskampf ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt.

"Ich sehe keinen Punkt, der Hoffnung macht", sagte der "Kaiser", der zwischen 1980 und 1982 beim HSV spielte, beim Camp Beckenbauer am Dienstag in Düsseldorf: "Ich bin todunglücklich."

Er habe in der vergangenen Saison schon "gelitten. Aber letztes Jahr konnte man sehen oder erahnen, dass genug Substanz da ist, um sich dem Abstieg zu entziehen", sagte Beckenbauer: "Aber wenn ich mir den HSV jetzt anschaue, dann sehe ich überhaupt keine Anhaltspunkte, wie diese Mannschaft in der Liga bleiben kann. Wenn sie so weiter spielen, dann spielen sie nächstes Jahr in der 2. Liga."

Die häufigen Trainerwechsel seien "ein Zeichen, dass man unsicher ist. Da ist alles durcheinander und unsicher", sagte Beckenbauer in Düsseldorf.

Nach acht Spielen in Folge ohne Sieg sind die Hanseaten auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt. Dem Bundesliga-Dino droht der erste Abstieg der Vereinsgeschichte.

Angesichts von vier Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz hofft der HSV am kommenden Sonntag (ab 15 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) im Nordderby bei Werder Bremen auf die Wende.

Auch Tennis-Doppel-Olympiasieger Michael Stich beschrieb die Lage des HSV als "dramatisch und bedrohlich" und kritisierte vor allem die Spieler.

"Man hat das Gefühl, dass sie die Herausforderung nicht wirklich annehmen. Verbal tun sie es, aber auf dem Platz hat man manchmal nicht das Gefühl", sagte der Wimbledonsieger von 1991: "Ich würde mir als Mitglied und Fan wünschen, dass sie das mal mit Leidenschaft rüberbringen."

Ein Abstieg wäre "für alle Fans ganz, ganz traurig".

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