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Tim Wiese
Tim Wiese war einst selbst Teil des traditionsreichen Nordderbys © Getty Images

Tim Wiese wünscht sich, dass den Hamburgern der erste Abstieg der Klubgeschichte erspart bleibt. Bei Selkes Kritikern diagnostiziert er einen "Dachschaden".

Der ehemalige Nationaltorhüter Tim Wiese hat vor dem Nordderby der Bundesliga am Sonntag Mitleid mit dem Hamburger SV.

"Ich weiß nicht, ob der liebe Gott noch mal ein Auge zudrücken kann. Der HSV tut mir ein bisschen leid. Sie haben überragende Voraussetzungen und gurken doch da unten rum", sagte der einstige Schlussmann von Werder Bremen in der Bild-Zeitung

Hamburg empfängt Werder am Sonntag (15.30 Uhr) als Tabellenletzter.

Den Trainerwechsel beim HSV wertete Wiese positiv: "Kurzfristig bringt ein neuer Trainer fast immer Erfolg. Für Werder macht es das im Derby schwieriger."

Wiese wünscht sich ausdrücklich den Klassenerhalt für die Hamburger: "Was wäre die Liga ohne den HSV? Ohne die Derbys gegen Werder? Sie haben ein geiles Stadion, tolle Fans. Die sind zwar durchgeknallt, aber das gefällt. Das alles sollte erstklassig bleiben."

Zudem zeigte Wiese großes Verständnis für den Wechsel des Bremer Sturmtalents Davie Selke zum finanzstarken Zweitligisten RB Leipzig.

"Die Karriere dauert 12, 13 Jahre. In der Zeit muss man schauen, wo es die meiste Kohle gibt. Wer woanders doppeltes Gehalt geboten bekommt, überlegt nicht lange. Und jeder, der das anders sieht, hat einen Dachschaden", sagte er.

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