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Der Mainzer Manager Christian Heidel kontert im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 Heinz Müllers Vorwürfe. Zudem gibt er eine Empfehlung für Thomas Tuchel ab.

Der Mainzer Manager Christian Heidel hat seinen zuletzt in die Kritik geratenen Ex-Trainer Thomas Tuchel in Schutz genommen.   

"Es wundert mich ein bisschen, dass Heinz Müller nach fünf Jahren Mainz auf die Idee kommt, wie schlimm das da alles war. Komischerweise fällt ihm das mit dem Diktator-Vorwurf genau dann ein, als er nicht mehr erste Wahl war. Wenn er jetzt mit den Kindereien kommt, dass die Shampoo-Flaschen aus seinem Spind irgendwo hingestellt worden, dann tut er mir fast schon leid", sagte Heidel im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1.

Für ihn ist das Verhalten des Mainzer Ex-Torwarts Heinz Müller "kein guter Stil. Alles das, was Thomas Tuchel vorgeworfen wird, ist totaler Quatsch. Dem Thomas die Ehrlichkeit abzusprechen, das ist nicht Ordnung."

Heidel gab auch seine Einschätzung zu Tuchels Zukunftsplanung ab.

"Thomas wird darauf achten, dass er zu einem Verein geht mit einer guten Perspektive", sagte Heidel. Tuchel wird als neuer Trainer beim Hamburger SV und beim Zweitligisten RB Leipzig gehandelt.

Heidel: Tuchel kein Mann für die Zweite Liga

"Ich würde heute jedem Bundesligaklub Thomas Tuchel bedenkenlos weiterempfehlen", sagte Heidel. Aber: "Er gehört in die Bundesliga, nicht in die Zweite Liga."

Dennoch schließt der Manager ein Engagement Tuchels beim abstiegsbedrohten Hamburger SV nicht aus.

"Er könnte dort sehr viel bewegen. Die Stadt mit dem Umfeld riecht nach Champions League. Vielleicht startet er auch ein Projekt in der Zweiten Liga." Auch Zweitligist RB Leipzig dürfte den Aufstieg in der laufenden Saison verpassen.

Hoffnung auf Tuchels Meinungsumschwung

Der Mainzer Manager schilderte im Doppelpass auch noch einmal den zeitlichen Ablauf der Trennung von Tuchel, der im Sommer 2014 trotz laufenden Vertrages bis zum 30. Juni 2015 zurücktrat.

Die Anzeichen für das Ende der Zusammenarbeit hatten sich bereits in der Rückrunde der Saison 2013/2014 verdichtet.

"Dass Thomas Tuchel im Sommer aufhört, blieb zunächst zwischen ihm und mir. Er hat mir das am 29. Januar 2014 gesagt, dass er im Sommer aufhören wolle", sagte Heidel. "Bis zum Sommer hatte ich die Hoffnung, dass er es sich noch einmal anders überlegt."

Heidel kritisiert BVB-Transferpolitik

Auch zu einem weiteren ehemaligen Mainzer Coach bezog Heidel Stellung: Jürgen Klopp.

Der Trainer von Borussia Dortmund blieb mit seinem Team in der laufenden Saison weit hinter den Erwartungen zurück. Dennoch bekommt er von Heidel Rückendeckung.

"Es ist völlig falsch, Jürgen Klopp nur auf dieses eine System zu reduzieren. So wie es aussieht, hat Dortmund in der laufenden Saison mit den Neuen nicht hundertprozentig richtig gelegen", erklärte Heidel.

Heidel: "Klopp wird sich hinterfragen"

"Klopp wird alles hinterfragen, auch sich selbst", so Heidel: "Auch der FC Bayern hat in sieben Jahren einmal ein schlechtes Jahr."

Die Dortmunder hatten das Topspiel des 27. Spieltags mit 0:1 gegen den FC Bayern verloren.

Die größte Enttäuschung unter den BVB-Neuzugängen ist bislang wohl der Italiener Ciro Immobile, um den es bereits Gerüchte über eine Rückkehr in die Heimat gibt.

"Er war Torschützenkönig der Serie A. Aber es ist etwas anderes, ob du in Italien spielst oder in der Bundesliga. Wenn sie ihn verkaufen wollen, dann im Sommer", sagte Heidel, der von einer baldigen Entscheidung in dieser Personalie ausgeht.

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