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München - Bayerns Sportvorstand beteuert, dass niemand den zurückgetretenen Mediziner für die Pleite in Porto verantwortlich gemacht habe und weist Nachfragen zurück.

Matthias Sammer, Sportvorstand des FC Bayern München, hat den Vorwurf, mit dem Teamarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt seinen Abgang beim Klub begründet hat, zurückgewiesen.

"Nein", antwortete Sammer vor dem Auswärtsspiel gegen 1899 Hoffenheim bei Sky auf die Frage, ob der Klub Müller-Wohlfahrt die Schuld an der 1:3-Niederlage beim FC Porto in der Champions League gegeben habe.

Müller-Wohlfahrt und sein kompletter Stab hatten sich am Donnerstag aus dem Verein zurückgezogen. Man hätte "die medizinische Abteilung für die Niederlage hauptverantwortlich gemacht", hieß es in einer Erklärung des Mediziners, die er verschickt hatte, bevor er den Klub über seinen Schritt informierte.

Am Freitag hatte bereits Trainer Pep Guardiola bestritten, für Müller-Wohlfahrts Rückzug verantwortlich gewesen zu sein und alle Schuld für die Niederlage in Porto auf sich genommen. Zwischen ihm und Müller-Wohlfahrt hatte es zuvor diverse Meinungsverschiedenheiten gegeben.

Sammer wollte ansonsten nicht weiter auf den Eklat eingehen und bat "um Verständnis für unsere Vorgehensweise. Das muss man nicht gut finden, aber man muss es akzeptieren". Man habe die Angelegenheit "zur Kenntnis genommen, wir haben das bedauert und es ist alles zu dem Thema gesagt."

Der Sportvorstand wünschte sich außerdem, die gegenwärtige Situation nicht überzubewerten: "Bayern München ist lange vorne weg gerannt. Jetzt hat man manchmal das Gefühl: Jetzt hat man mal einen Ansatzpunkt. Jetzt dramatisiert man alles. Aber ich bitte darum, sachlich zu bleiben. Wir sind in einer glänzenden Ausgangsposition. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln. Aber es ist nichts Dramatisches passiert."

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