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Borussia Dortmund v Arsenal: UEFA Champions League
Hans-Joachim Watzke kam 2001 als Schatzmeister zu Borussia Dortmund © Getty Images

Vor dem Prestigeduell gegen die Bayern sieht Dortmunds Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke den BVB immer noch als Top-Adresse. Im Fall Hummels gibt er sich gelassen.

Trotz des großen Abstands zum FC Bayern in dieser Saison gibt man sich bei Borussia Dortmund nach wie vor selbstbewusst.

"Es wird nie so weit kommen, dass wir irgendwelche devoten Adressen in Richtung Bayern abgeben werden, wie andere Klubs das in dieser Saison schon getan haben", sagte BVB-Vorstandsboss Hans-Joachim Watzke vor dem Topspiel am Samstag (ab 18 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) in der Bild.

Damit spielt er auch auf die Äußerungen von Werder Bremens Trainer Viktor Skripnik an, der nach der 0:4-Niederlage seiner Mannschaft gegen die Bayern sagte: "Diese Niederlage nehmen wir gerne."

Für Watzke ist Borussia Dortmund nach wie vor die Nummer 2 hinter den Bayern, zumindest was die "Strahlkraft" angeht, wie er es bezeichnet.

"Borussia Dortmund ist einfach etwas Besonderes", so Watzke: "Wir haben immer noch mit ganz, ganz großem Abstand die zweitmeisten Fans in Deutschland. Wir haben immer noch die meisten Zuschauer. Wir sind bei jedem Auswärtsspiel überbucht. Und selbst als wir Liga-Letzter waren, hatten wir die skurrile Situation, dass unsere Spieler weiter von den besten Klubs Europas gejagt wurden. Wir sind nicht zerstört.“

Hintergrund: Anfang 2014 hatte Watzke gesagt, dass Bayern die Mannschaft des BVB als „Rivalen zerstören“ wolle.

Eine Saison ohne Europapokal-Teilnahme würde sein Klub jedoch nicht ohne Weiteres verkraften, wie er zugibt: "Dann würden wir natürlich abspecken, denn unser Kader wäre für ein Jahr ohne internationale Teilnahme zu groß."

Sollten die Dortmunder allerdings noch die Europa League erreichen, rechnet er aus diesem Wettbewerb mit Einnahmen im zweistelligen Millionenbereich.

"Eine Teilnahme an der Europa League - und das unterscheidet uns deutlich von anderen Klubs - würde uns sicherlich Einnahmen von 30 Millionen Euro bringen. Ohne, dass wir ins Viertel- oder Halbfinale kommen müssten", sagte der 55-Jährige.

Und weiter: "Wir haben eine Sponsoren-Gemeinde, die unsere Aktivitäten ganz sicher auch in diesem Wettbewerb begleiten und honorieren wird. Und darüber hinaus bin ich sehr, sehr sicher, dass wir auch in der Europa League Zuschauer-Einnahmen hätten, die sich signifikant von anderen Klubs unterscheiden würden."

Was die Zukunft von Mats Hummels betrifft, gibt sich Watzke gelassen. "Die Entscheidung, wo Mats nächste Saison spielt, die geht natürlich nur über den BVB", stellte er klar.

Dass Manchester United 40 Millionen Euro für den Nationalverteidiger geboten haben soll, bezeichnete Watzke als "Phantom-Diskussion". Es gebe kein Angebot.

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