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Interimstrainer Peter Knäbel vom abstiegsgefährdeten Hamburger SV stört es nicht, dass bereits über seinen Nachfolger diskutiert wird. Den hoch gehandelten Thomas Tuchel würde er mit offenen Armen empfangen.

"Ich habe überhaupt kein Problem, wenn über einen Nachfolger von mir spekuliert wird. Ich kann das vertragen und ja auch ein Wörtchen mitreden. In meinem Alltag spielt das überhaupt keine Rolle. Wir sind uns bewusst, dass wir diese acht Wochen zusammen haben, da gibt es keine Ablenkung. Es freut mich, wenn gute Trainer beim HSV arbeiten wollen", sagte Knäbel.

In sein Debüt beim Tabellenvierten Bayer Leverkusen am Samstag geht er äußerlich völlig gelassen.

"Ich freue mich, dass ich den Platz mit dem besten Blick auf das Feld habe", sagte Knäbel. Schließlich habe ihm sein erfolgloser Vorgänger Joe Zinnbauer die Sicht von der Bank zuvor ab und an verdeckt.

Knäbel muss gegen die Werkself nur auf Linksverteidiger Marcell Jansen (Oberschenkelprobleme) verzichten und kann ansonsten personell aus dem Vollen schöpfen.

Nach bisher nur 16 erzielten Toren setzt Knäbel offenbar auf mutigen Offensiv-Fußball. "Zwei Stürmer sind eine echte Option für uns", sagte der eigentliche Sportchef des HSV.

Die Angreifer Ivica Olic und Pierre-Michel Lasogga befänden sich beide "im Steigerungslauf Richtung Top-Form". Knäbel forderte: "Wir brauchen eine größere Präsenz und mehr Entschlossenheit im Strafraum."

Nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg hat der HSV auf dem Relegationsrang nur noch zwei Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht VfB Stuttgart.

Ein Blick in die Statistiken macht den Hanseaten Mut für die Aufgabe gegen den Favoriten: Gegen die Champions-League-Teilnehmer hat der HSV in dieser Saison nur eins der sechs Spiele verloren und blieb fünfmal ohne Gegentor.

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