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Der Ligaverband entscheidet sich gegen die Torlinientechnik in der Relegation © Getty Images

Frankfurt am Main - Der Vorstand des Fußball-Ligaverbandes entscheidet sich gegen eine vorzeitige Premiere der Torlinientechnik. DIe Risiken seien nach Rücksprache mit dem Dienstleister zu groß.

Die Diskussion über eine vorzeitige Premiere der Torlinientechnik in der Relegation ist vom Tisch.

Der Vorstand des Fußball-Ligaverbandes entschied am Montag, das Hawk-Eye-System erst zum laut Abstimmung vorgesehenen Datum 1. Juli 2015 einzuführen.

Dieser Beschluss verzögert den ersten Einsatz der Torlinientechnik allerdings nur um zwei Tage: Das Pokal-Finale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 30. Mai im Berliner Olympiastadion wird vom "Falkenauge" überwacht. Erste Veranstaltung der Deutschen Fußball Liga (DFB) mit Torlinientechnik wird der Supercup am 1. August sein.

Die Entscheidung gegen eine vorzeitige Einführung ist laut Ligaverband "nach eingehender Prüfung der Sachlage nach Rücksprache mit dem für die Umsetzung zuständigen Dienstleister" gefallen. Grund seien "nicht auszuschließende Risiken in Bezug auf die zeitliche und technische Realisierbarkeit bei einem vorzeitigen Einsatz".

Mehrere Klubs, darunter Hannover 96, hatten sich für den Einsatz bereits in den Relegationsspielen ausgesprochen. Auch DFL-Boss Christian Seifert war nicht abgeneigt. "Wenn der Anbieter garantieren kann, das System in so kurzer Zeit fehlerfrei zu installieren, spricht nichts dagegen", hatte er bei Sky gesagt.

Dies war offensichtlich nicht der Fall. Das britische System Hawk Eye hatte sich bei der Abstimmung im Dezember 2014 gegen die Anbieter GoalControl und GoalRef durchgesetzt.

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