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Bas Dost steht noch bis 2017 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag
Bas Dost erzielte seine Saisontreffer 15 und 16 © Getty Images

Paderborn - Der VfL Wolfsburg gewinnt souverän in Paderborn und hat die Teilnahme in der Champions League sicher. Zudem bestätigt der Verein den Transfer von Gladbachs Max Kruse.

Comeback in der Königsklasse: Der VfL Wolfsburg hat seine Rückkehr ins Millionenspiel Champions League nach fünf Jahren ganz abgezockt perfekt gemacht. 

Zwei frühe Tore bescherten dem deutschen Meister von 2009 ein verdientes und nie gefährdetes 3:1 (2:0) beim SC Paderborn, der als Tabellen-17. wie erwartet bis zur letzten Minute gegen den direkten Wiederabstieg kämpfen muss. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Kruse-Transfer perfekt

Am Rande der Partie wurde zudem der Trasfer von Gladbachs Max Kruse bestätigt. Der Offensiv-Mann wird in Zukunft in der VW-Stadt spielen, hat einen Vertrag bis 2019 unterschrieben.

"Wir freuen uns sehr, dass sich Max Kruse für einen Wechsel zum VfL Wolfsburg entschieden hat. Er ist ein Stürmertyp, der in unserem Kader gefehlt hat, und erhöht unsere Qualität und Variabilität in der Offensive noch einmal", sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs.

VfL beendet Negativ-Serie

Zurück zur Partie: Wolfsburg, zuletzt dreimal sieglos, hat nach dem Sieg zumindest den dritten Tabellenplatz zwei Spiele vor Saisonende sicher und darf sich in der kommenden Spielzeit zum zweiten Mal mit den Allerbesten messen. Innenverteidiger Timm Klose (15.) und Bas Dost (25./82.) mit seinem 15. und 16. Saisontor brachten ihr Team in die richtige Spur. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die erste Vizemeisterschaft der Vereinsgeschichte ist nun zudem zum Greifen nahe: Der Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach beträgt zwei Punkte.

Der SCP, für den Lukas Rupp traf (90.+1), ist der Verlierer des Spieltags im Tabellenkeller und setzt alle Hoffnung in sein Heim-Endspiel gegen den VfB Stuttgart in zwei Wochen. (DATENCENTER: Tabelle)

Diskussion um Führungstreffer

Der dominante und kombinationssichere VfL hatte in einem 4-2-3-1 mit Kevin de Bruyne als Dreh- und Angelpunkt anfangs Probleme mit der Zweikampfhärte der Paderborner, nutzte dann aber seine ersten beiden Chancen eiskalt. Zunächst köpfte Klose den Ball nach einer Ecke unhaltbar ins Tor, Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) gab den Treffer korrekterweise nach einer längeren Diskussion mit seinem Assistenten: kein Abseits von Luiz Gustavo. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Torjäger Dost hatte kurz darauf wenig Mühe, eine Hereingabe des starken Ivan Perisic mit dem Fuß zu verwerten.  

Trainer Dieter Hecking hatte etwas improvisieren müssen, der zuletzt angeschlagene Vieirinha fehlte. Christian Träsch, Josuha Guilavogui und Daniel Caligiuri rückten in die Mannschaft, Weltmeister Andre Schürrle saß auf der Bank. Paderborns Trainer Andre Breitenreiter, einst Profi in Wolfsburg, belohnte Lukas Rupp mit einem Platz in der Startelf.

Der Doppeltorschütze zum 2:1 beim SC Freiburg in der Vorwoche war der auffälligste Spieler der ersten Viertelstunde, stand bei seiner Großchance allerdings im Abseits (12.).

Koc verpasst Treffer

Nach seinem ersten Tor hatte der VfL den Gegner im Griff und spielte seine Klasse aus. Ein ganz ruhiger Nachmittag wurde es allerdings nicht, dafür war der Spielaufbau etwas zu lässig angelegt. Dies ermöglichte Paderborn ab und an Gelegenheiten, beispielsweise durch Süleyman Koc (50./57.). Der kurz zuvor eingewechselte Offensivmann scheiterte erst aus spitzem Winkel an VfL-Torhüter Diego Benaglio und setzte dann einen Lupfer neben das Tor.

Viel mehr als dies und vorbildlichen kämpferischen Einsatz hatte der SCP vor 14.659 Zuschauern allerdings lange nicht zu bieten. Der Mangel an Kreativpotenzial war vor allem bei einigen versandeten Kontern nicht zu übersehen.

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