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Paderborn und München - Der VfL Wolfsburg erreicht die Champions League - und gibt umgehend seinen Hoffnungsträger dafür bekannt. Von Kruse wird viel erwartet, Dost wird ermahnt.

Gerade, als die Rückkehr ins Millionengeschäft Champions League nach fünf Jahren perfekt war, vermeldete der VfL Wolfsburg gleich den Neuzugang, der dabei helfen soll, in der Königsklasse bestehen.

Nationalspieler Max Kruse spielt künftig wie erwartet mit dem Deutschen Meister von 2009 in der Champions League - das ist seit dem souveränen 3:1 beim SC Paderborn offiziell.

Vertrag bis 2019, festgeschriebene Ablöse von zwölf Millionen Euro. Das sind die Eckdaten.

"Wollen vorbereitet sein"

"Wir erhoffen uns von ihm Torgefahr und eine qualitative Verbesserung", sagte Allofs, "wir wollen auf die Champions League vorbereitet sein. Max ist genau die richtige Verstärkung." Trainer Dieter Hecking freute sich auf "einen sehr guten Fußballer und einen echt guten Typen, eine Stimmungskanone".

Den Wölfen ist nach dem Sieg in Paderborn die Qualifikation nicht mehr zu nehmen. Innenverteidiger Timm Klose (15.) und Bas Dost (25./82.) mit seinem 15. und 16. Saisontor sorgten dafür, dass auch Gladbach in der Tabelle wieder überholt wurde. So heißt es nun: Platz zwei - und gute Aussichten. (DATENCENTER: Tabelle)

Hecking nimmt Dost in die Pflicht

"Wir bekommen einen exzellenten spielstarken Stürmer dazu, der vorne sehr beweglich agiert. Wir müssen uns variabler aufstellen, das hat gar nichts mit den Stürmern zu tun, die wir im Kader haben", meinte Hecking bei Sky - und spielte eben damit auf den Doppel-Torschützen Dost an, der zuletzt etwas Unmut geäußert und einen Wechsel zumindest nicht ausgeschlossen hatte.

In der Hinsicht gab es von den Verantwortlichen eine klare Ansagen in Richtung des Niederländers. "Wir brauchen Bas Dost in dieser Verfassung ganz dringend und das haben wir ihm auch gesagt. Von daher gibt es für ihn keinen Grund, das Gefühl zu haben, nicht mehr gebraucht zu werden. Er muss da noch cooler werden und sich nicht von solchen Dingen ablenken lassen", sagte Allofs.

Und Hecking? Pflichtete ihm bei. "Ich mag den Jungen, aber er muss auch verstehen, dass wir von ihm das Allerbeste wollen und nicht nur einen 60-Prozent-Dost.“

Fehlt nur noch Dost selbst, der durch die Kruse-Verpflichtung starke Konkurrenz bekommt, auch wenn er einen völlig anderen Spielertypen darstellt. "Ich spiele bei einem sehr guten Verein, wir sind Zweiter in der Bundesliga und dann ist es logisch, dass es auch neue Stürmer gibt. Ich spiele bei Wolfsburg und habe noch zwei Jahre Vertrag."

Paderborn bleibt kämpferisch

Für den Gegner Paderborn müssen diese Probleme wie wahrer Luxus vorkommen. Die Ostwestfalen stehen nach der Pleite wieder auf einem Abstiegsrang, sind nach dem späten Treffer von Lukas Rupp (91.) der große Verlierer im Tabellenkeller.

Doch wie schon seit Wochen gilt dort das Prinzip Hoffnung. Trainer Andre Breitenreiter sagte bei Sky: "Wir sind total in Takt und wissen unsere Situation realistisch einzuschätzen und wissen auch, dass wir noch eine sehr gute Chance haben. Wir nehmen die Köpfe hoch und arbeiten weiter und sind voll davon überzeugt, dass wir es schaffen können."

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