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Freiburg feiert den Last-Minute-Sieg gegen die Bayern © Getty Images

Freiburg - Dank seines Jokers Nils Petersen kann der SC Freiburg mehr denn je auf den Klassenverbleib hoffen. Die Bayern machen zu wenig aus ihrer Überlegenheit.

Kellerkind SC Freiburg hat Meister Bayern München besiegt und im Abstiegskampf der Bundesliga Mut geschöpft (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Am 33. Spieltag erkämpfte die Mannschaft von Trainer Christian Streich gegen das Starensemble ein 2:1 (1:1) - dank eines späten Tores von Nils Petersen (89.) kletterte Freiburg auf Rang 14. Dennoch erwartet den SCF ein Endspiel um den Klassenerhalt bei Hannover 96 (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan).

Tor beim Jubiläum

Bastian Schweinsteiger (13.) erzielte in seinem 500. Pflichtspiel für den Rekordmeister zwar die verdiente Führung, die der Schweizer Nationalspieler Admir Mehmedi (33.) noch vor der Pause egalisierte. Letztlich machten die Gäste zu wenig aus ihrer spielerischen Überlegenheit  und kassierten die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge (Die Highlights zum Nachhören in unserem Sportradio SPORT1.fm)

Weltmeister Manuel Neuer stand trotz zuletzt leichter Blessuren im Tor der Bayern. Es fehlten im Vergleich zum 3:2-Sieg in der Champions League unter der Woche gegen den FC Barcelona zu Beginn Kapitän Philipp Lahm, Thiago und Thomas Müller. Dafür gewährte Trainer Pep Guardiola dem unlängst in die Kritik geratenen Mario Götze wieder eine Chance in der Anfangsformation (Datencenter: Tabelle).

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion, darunter Bundestrainer Joachim Löw, gab Götze (3.) dann auch den ersten, wenngleich harmlosen Torschuss für dominante Münchner ab. Überhaupt erinnerte das Geschehen auf dem Platz an eine Handball-Partie - mit dem einzigen Unterschied, dass die Bayern-Offensive von gleich zwei Abwehrketten empfangen wurde.

Weiser bereitet Führung vor

Die erste Lücke im Freiburger Verbund nutzte Schweinsteiger nach mustergültiger Vorarbeit von Mitchell Weiser, um aus kurzer Distanz die völlig verdiente Führung zu erzielen.

Nach 25 Minuten wagten sich auch die Freiburger aus ihrem Schneckenhaus - zumindest ein bisschen. Dies genügte allerdings schon, um die in dieser Phase wackelige Bayern-Abwehr ins Wanken zu bringen und durch Mehmedi den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen.

Gefahr strahlten die Gastgeber bis zur Halbzeitpause zwar nicht weiter aus, in den Zweikämpfen aber wirkten sie nun entschlossener.

Nach dem Seitenwechsel war es erneut Götze, der nach einem persönlich schwachen ersten Durchgang die Chance zur erneuten Führung besaß. Seinen Kopfball aus spitzem Winkel parierte SC-Keeper Roman Bürki aber gekonnt mit dem Fuß.

Bayern nutzt Vorteile nicht

Dass Mehmedi und Co. überhaupt derart gefährlich in den Strafstoß kamen, lag auch an der Spielweise der Münchner. Zwar dominierten sie in Sachen Ballbesitz weiterhin das Geschehen, den Angriffen ausgehend von Taktgeber Xabi Alonso fehlten aber Tempo und vor allem Kreativität.

Wohl auch deshalb nahm Guardiola seinen spanischen Landsmann Alonso nach einer guten Stunde vom Feld und brachte mit Müller mehr Spielwitz.

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