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Raffael (r.) bejubelt seinen zehnten Saisontreffer
Raffael (r.) bejubelt seinen zehnten Saisontreffer © Getty Images

Bremen - Ein Doppelpack des Brasilianers bei Werder Bremen sichert der Borussia vorzeitig den Einzug in die Champions League. Der SVW darf dennoch weiter auf Europa hoffen.

Borussia Mönchengladbach ist mit einem Sieg bei Werder Bremen erstmals in die Champions League gestürmt (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan).

Die Mannschaft von Lucien Favre sicherte sich mit einem 2:0 (0:0) an der Weser Platz drei und damit die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Königsklasse (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm).

37 Jahre nach ihrer letztmaligen Teilnahme am Europapokal der Landesmeister freuen sich die Fohlen auf Duelle mit den größten Klubs des Kontinents (Datencenter: Tabelle).

Raffael erzielte das 1:0 der Gäste nach exaktem Zuspiel von Nationalspieler Max Kruse (53.), in der 86. Minute sorgte der Brasilianer mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung.

Borussia dominiert, Bremen kontert

Für den SVW endeten damit die Serien von vier Spielen ohne Niederlage und drei Heimpartien ohne Gegentreffer. Das Team von Trainer Viktor Skripnik hat aber noch immer Chancen auf das europäische Geschäft.

Gladbach startete vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion mit dem Selbstvertrauen aus zwölf Ligaspielen ohne Niederlage und dem Selbstverständnis, sofort die Kontrolle zu übernehmen.

Doch die konternden Bremer besaßen die erste Torchance. Nach Flanke von Levin Öztunali köpfte Davie Selke knapp drüber (7. ). Vor dem Spiel war der zu RB Leipzig wechselnde Stürmer wie Koen Casteels (VfL Wolfburg) und Sebastian Prödl (Ziel unbekannt) verabschiedet worden.

Pfosten rettet für Casteels

Nach dem Warnschuss näherte sich auch die sicher kombinierende Borussia immer mehr dem ersten Treffer an. Erst versuchten es Granit Xhaka und Raffael aus der Distanz, dann klatschte eine abgefälschte Flanke von Oscar Wendt an den Pfosten - Casteels wäre machtlos gewesen (13.).

Gladbach beeindruckte nun mit schnellen Ballstafetten um den Werder-Strafraum herum, verfügte über fast 70 Prozent Ballbesitz und schnürte Bremen mehr und mehr am eigenen Strafraum ein (SERVICE: Die Statistiken des Spiels).

Doch die ganz großen Gelegenheiten ließ die aufmerksame Defensive der Gastgeber nicht zu. Erst Alvaro Dominguez kam dem 1:0 nach einer Ecke gefährlich nah, doch Casteels war erneut zur Stelle (35.).

Werder lässt Chancen liegen

Nach dem Wechsel entschärfte Fohlen-Keeper Yann Sommer mit einer Blitzreaktion die Riesengelegenheit zur Werder-Führung nach einem Schuss des umworbenem Torjägers Franco Di Santo (46.), bevor die Borussia traf (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Nun ergriffen die Gastgeber die Initiative, allerdings lange ohne erfolgsversprechendes Rezept. Erst Janek Sternberg brachte Sommer wieder in Gefahr und läutete die Schlussoffensive ein (75.).

Gladbach gab sich nun mit der knappen Führung zufrieden und setzte auf Nadelstiche in der Offensive. Einen davon nutzte Raffael nach Lukimyas Patzer zur Entscheidung.

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