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FBL-GER-BUNDESLIGA-COLOGNE-WOLFSBURG
Luiz Gustavo jubelt nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich © Getty Images

Köln - Mit einem Punkt gegen Köln gewinnt Wolfsburg die Vizemeisterschaft. Die Wölfe verpassen trotzdem einen Klub-Rekord. Köln beendet die Saison ohne Heimniederlage.

Der VfL Wolfsburg hat die Saison als Vizemeister beendet, den Klub-Rekord und eine erfolgreiche Generalprobe für das Endspiel im DFB-Pokal aber verpasst. (Die Highlights zum Nachhören in unserem Sportradio SPORT1.fm)

Die Niedersachsen holten durch das 2:2 (2:1) beim 1.FC Köln den fehlenden Punkt für Platz zwei, verbuchten aber wie in der Meistersaison 2009 bei einer um fünf Treffer schlechteren Tordifferenz (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan).

Köln bleibt zu Hause ungeschlagen

Am kommenden Samstag können die "Wölfe" im Cup-Finale gegen Borussia Dortmund ihren zweiten nationalen Titel gewinnen. Aufsteiger Köln beendet die Rückrunde ohne Heimniederlage 2015 als Zwölfter, ohne je auf einem Abstiegsplatz gestanden zu haben.

Yuya Osako hatte dem FC sogar einen Start nach Maß verschafft (3.), Luiz Gustavo (8.) und Ivan Perisic (15.) drehten die Partie, Joker Slawomir Pezsko sicherte Köln den Punkt (61.) (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Wolfsburg Trainer Dieter Hecking hatte auf vier verletzte oder angeschlagene Spieler verzichtet: Torhüter Diego Benaglio, Naldo, Ricardo Rodriguez und Aaron Hunt. Weltmeister Andre Schürrle saß bis zur 63. Minute zum dritten Mal in Folge nur auf der Bank.

1. FC Koeln v VfL Wolfsburg - Bundesliga
Kevin Wimmer (l.) zeigte bei seinem Abschied eine starke Leistung © Getty Images

Beim FC stand der zu Werder Bremen wechselnde Anthony Ujah in der Startelf, bekam in der Pause die Kapitänsbinde und wurde zwei Minuten später von lauten Pfiffen begleitet ausgewechselt. Verabschiedet wurden vom FC auch Abwehrspieler Kevin Wimmer, dessen Wechsel zu Tottenham Hotspur ein offenes Geheimnis ist, und Schiedsrichter Peter Gagelmann, für den 213. Bundesliga-Spiel nach Erreichen der Altersgrenze (47) das letzte war (Datencenter: Tabelle).

Furiose Anfangsphase

Wieder zurückgreifen konnten die Kölner nach drei Spielen Teilausschluss auf die komplette Unterstützung der Fans in der Südkurve. Und die durften bereits nach zwei Minuten jubeln: Marcel Risse bediente Osako mustergültig, und der bezwang VfL-Torhüter Max Grün bei dessen drittem Saison-Einsatz, ohne dass er sich zuvor auszeichnen konnte.

Doch nur fünf Minuten später gelang dem VfL nach einem Eckball von Kevin de Bruyne und Kopfball-Verlängerung von Perisic durch Gustavo bereits das zehnte Saisontor nach einer Standard-Situation (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

Für Köln war damit der alleinige Bundesliga-Rekord von 14 Spielen ohne Gegentor für einen Aufsteiger schon verloren, der FC muss sich diesen mit Bayern München (1965/66) teilen. Nach einem groben Schnitzer von FC-Abwehrchef Dominic Maroh und Vorlage von Daniel Caliguiri legte Perisic aus zehn Metern nach.

Auch danach merkte man beiden Teams an, dass es kaum noch um etwas ging. Beide nahmen sich Pausen, ließen aber auch immer wieder Chancen des Gegners zu. Die Kölner Fans feierten sich selbst und schließlich auch den Ausgleich durch Peszko. 

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