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Trotz der prekären Situation glaubt der HSV-Boss an den Klassenerhalt und hofft gegen Schalke auf eine Leistungsexplosion. Den Auftritt gegen Stuttgart kritisiert er.

Ein blutleerer Auftritt gegen den VfB Stuttgart, der Absturz auf Platz 17, den Abstieg dicht vor Augen:  Beim Bundesliga-Dino Hamburger SV droht die Uhr endgültig abzulaufen. Aus eigener Kraft ist die Liga nicht mehr zu halten.

Dietmar Beiersdorfer glaubt trotz der prekären Situation dennoch an den Klassenerhalt und hofft gegen Schalke auf eine Leistungsexplosion.

"Wir haben auch gegen Augsburg einen ähnlichen Druck gehabt. Auch dort war es die letzte Ausfahrt zum Klassenerhalt und da hat es die Mannschaft hervorragend gemacht", sagte der Sportchef am Sonntag. Damals hatten die Hanseaten am 30. Spieltag dank zweier Treffe von Pierre-Michel Lasogga die Serie von neun sieglosen Spielen beendet.

"An das Positive denken"

"Man muss auch mal an das Positive glauben. Wenn wir uns jetzt zurückziehen und immer nur schlecht denken, wird es auch so kommen. Wir glauben nach wie vor dran und werden bis zur letzten Sekunde kämpfen. Das ist unsere Pflicht und unsere Leidenschaft", so der HSV-Boss weiter.

Dennoch räumte Beiersdorfer ein, dass die derzeitige Lage alles andere als einfach sei. "Natürlich ist die Situation sehr schwer für unsere Fans und alle Beteiligten. Wir müssen schauen, dass wir das Beste daraus machen."

"Haben das Spielen eingestellt"

Doch die Leistung in Stuttgart gibt wenig Anlass zur Hoffnung. Nach dem Führungstreffer durch Gojko Kacar wirkte die Mannschaft von Bruno Labbadia wie gelähmt, wurde vom VfB geradezu überrollt. Nur Stuttgarts Chancenwucher und ein überragender Rene Adler hielten die Niederlage in Grenzen.

"Mir kam es so vor, als hätten wir nach 25 Minuten das Spielen eingestellt haben. Wir haben schwach gespielt, es war einfach viel zu wenig", sagte Beiersdorfer und ärgerte sich vor allem darüber das eigene Schicksal nun in fremde Hände gelegt zu haben: "Es war ein Matchball für uns, auch wenn wir durch die anderen Ergebnisse trotzdem noch nicht sicher gerettet gewesen wären. Jetzt müssen wir unser Spiel gewinnen und abwarten was die Konkurrenz macht."

Abstieg intern ein Thema

Sollte am Ende doch der bittere Gang in die Zweitklassigkeit anstehen, ist der HSV aber zumindest nicht unvorbereitet. "Es ist unsere Aufgabe im Management über alle Szenarien zu sprechen. Und das tun wir intern schon länger", erklärte der ehemalige Spieler der Hamburger.

Dennoch will sich der 51-Jährige noch nicht mit dem Gedanken an Liga zwei abfinden: "Wir wussten vorneherein, dass es eine schwierige Aufgabe wird und das hat sich das ganze Jahr über bestätigt. Dennoch haben wir noch die Möglichkeit uns zu retten und werden alles dafür tun."

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