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Pal Dardai schaffte mit der Hertha den Klassenerhalt
Pal Dardai übernahm Hertha BSC kurz nach Beginn der Rückrunde © Getty Images

Hertha BSC hat die Entscheidung über einen neuen Vertrag für Pal Dardai als Cheftrainer vertagt.

"Wir werden uns morgen mit Pal Dardai und Co-Trainer Rainer Widmayer zusammensetzen und die Zukunft besprechen. Und dann werden wir gemeinsam beraten, wie unser Team aussehen wird", sagte Manager Michael Preetz auf der Mitgliederversammlung des Klubs am Dienstagabend in Berlin.

Eigentlich war erwartet worden, dass Dardai bis zur Mitgliederversammlung einen neuen Vertrag als Cheftrainer unterschreiben würde. Der Ungar hatte die Mannschaft im Februar von Jos Luhukay übernommen, besaß aber bislang nur einen Vertrag als Trainer und Koordinator der Jugendabteilung. Der Hertha war am letzten Spieltag nur wegen des besseren Torverhältnisses die Abstiegs-Relegation erspart geblieben.

Die neue Saison geht Berlin mit verhaltenem Optimismus an. In der Liga will der Klub 40 Punkte erreichen und strebt damit einen gesicherten Mittelfeldplatz an. In der abgelaufenen Saison waren die Hauptstädter der Abstiegs-Relegation mit 35 Punkten auf Rang 15 nur hauchdünn wegen des besseren Torverhältnisses entgangen.

Im DFB-Pokal wollen die Berliner laut Geschäftsführer Ingo Schiller in der neuen Spielzeit bis in die dritte Runde vorstoßen. In Sachen Zuschauer-Zuspruch rechnet der Klub mit 49.000 Besuchern pro Ligaspiel. Das entspricht exakt dem Wert der abgelaufenen Spielzeit.

Finanziell macht die Hertha ebenfalls keine großen Sprünge und plant laut Schiller mit einem Etat von 78,8 Millionen Euro. Der Aufwand betrage 78,4 Millionen Euro, so dass am Ende mit einem kleinen Überschuss von 400.000 Euro gerechnet wird.

Die Personalkosten für den gesamten Klub betragen 37,5 Millionen Euro, davon werden 32,5 Millionen Euro für den Lizenzspieler-Bereich aufgewendet. Der Etat für die Saison 2014/15 betrug 81 Millionen Euro.

Die zinstragenden Verbindlichkeiten des Klubs konnten erstmals nach vielen Jahren - wie schon im vergangenen Jahr angekündigt - zum 30. Juni auf Null geführt werden. Noch vor einem Jahr lag diese Belastung bei 24,38 Millionen Euro. Durch den Einstieg des Investors KKR Anfang 2014 mit 61 Millionen Euro war dieser Schritt möglich geworden.

Nach wie vor hat der Verein für die neue Saison keinen Hauptsponsor gefunden. Mit der Deutschen Bahn wurde die Zusammenarbeit beendet. "Ich bin aber überzeugt, dass unser Partner Sportfive bald eine Lösung präsentieren wird", sagte Schiller wenige Stunden vor der Mitgliederversammlung des Vereins.

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