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Tuchel, Reus, Hummels, Castro
Der zukünftige BVB-Trainer Thomas Tuchel (l.) kann auf Marco Reus und Mats Hummels zählen - und vielleicht auch auf Gonzalo Castro (r.) © SPORT1

München - Aufrüsten statt Ausverkauf: Mit dem Verbleib von Mats Hummels und dem wohl perfekten Transfer von Gonzalo Castro setzt der BVB ein Zeichen für den Neustart unter Thomas Tuchel.

Borussia Dortmund drohte auseinanderzufallen, doch nun sieht die Zukunft des BVB wieder positiver aus.

Mitte April kündigte in Trainer Jürgen Klopp ein Mann seinen Abschied an, der den Verein wie kein Zweiter geprägt hat.

Zudem war schon früh klar, dass sich Dortmund erstmals seit fünf Jahren nicht für die Champions League qualifizieren würde. Der Ausverkauf drohte: Marco Reus, Ilkay Gündogan und Mats Hummels rückten in den Blick der großen europäischen Klubs.

Zorc setzt ein Zeichen

Doch jetzt setzte der Klub in Person von Michael Zorc ein Zeichen: Der Sportdirektor bestätigte dem Kicker, dass Hummels Manchester United abgesagt hat und seinen Vertrag beim BVB bis 2017 erfüllen werde. Darüber herrsche nach Gesprächen mit Hummels und dessen Vater Hermann ein "klarer Konsens".

"Es war legitim, dass Mats sich Gedanken gemacht hat, aber ich habe immer darauf hingewiesen, dass wir fest mit ihm planen", erklärte Zorc, dem mit der Überzeugungsarbeit bei Hummels schon der zweite Coup gelungen ist.

Schon Reus verlängerte seinen Vertrag bis 2019 - und das obwohl der BVB zu diesem Zeitpunkt noch mitten im Abstiegskampf gesteckt hat.

Castro-Deal vor Abschluss

Die beiden Nationalspieler sind die Stützen, um die Thomas Tuchel in der kommenden Saison den Umbau vollziehen wird. Mit ihrem Verbleib sendet der Revierklub ein Zeichen: Der BVB bleibt auch ohne Klopp und Champions League eine Adresse mit Strahlkraft.

Die reicht offenbar aus, dass der Weltmeister dem Weltklub aus Manchester einen Korb gibt - und um einem anderen Champions-League-Team einen Leistungsträger abzuwerben: Gonzalo Castro steht unmittelbar vor einem Wechsel von Bayer Leverkusen zum BVB. "Es ist noch nicht offiziell mit Borussia Dortmund, aber die Tendenz geht dahin", bestätigte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler.

Castro hat zwar noch ein Jahr Vertrag in Leverkusen, darf aber für eine festgeschriebene Ablösesumme, die laut Bild bei elf Millionen liegt, den Verein vorzeitig verlassen. "Michael Zorc hat sich bei mir gemeldet und versucht, den Preis zu drücken, aber wir haben seit längerem beschlossen, dass wir ihn nicht für weniger gehen lassen wollen", sagte Völler.

Und in Dortmund kursieren bereits die nächsten Namen: Angeblich hat Tuchel ein Auge auf seinen Mainzer Ex-Spieler Johannes Geis geworfen. Im Angriff gilt Hoffenheims Kevin Volland als Wunschspieler der Verantwortlichen.

Hummels und Castro verdeutlichen: Der BVB rüstet auf. Von einem Zusammenbruch kann keine Rede mehr sein.

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