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Neymar (M.) wechselte 2013 vom FC Santos nach Barcelona
Neymar (M.) wechselte 2013 vom FC Santos nach Barcelona © Getty Images

Der Transfer von Neymar aus Brasilien zum FC Barcelona im Jahr 2013 beschäftigt die spanische Justiz. Nun wird offenbar auch der FC Bayern in den Prozess hineingezogen.

Der FC Bayern hat 2013 um Neymar mitgeboten und muss nun offenbar sein Angebot offenlegen.

Grund dafür ist ein Gerichtsprozess in Spanien, der Klarheit in Neymars Transfer vom FC Santos zum FC Barcelona bringen soll.

Dem katalanischen Nobelklub wird vorgeworfen, die Ablösesumme für den Angreifer zu niedrig angegeben zu haben, um Honorare an Berater und Teilhaber an den Transferrechten Neymars zu sparen.

Investmentfonds fühlt sich betrogen

Einer dieser Teilhaber war der brasilianische Investmentfonds DIS, der 40 Prozent an den Transferrechten hielt.

DIS fühlt sich nun betrogen und fordert vor Gericht eine Nachzahlung von 40 Millionen Euro. Der Nationale Gerichtshof Spaniens in Madrid gab der Klage laut der Nachrichtenagentur AFP statt.

Barca gab zunächst an, insgesamt 57,1 Millionen Euro für Neymar bezahlt zu haben.

Wie hoch war der Marktwert?

Später stellte sich jedoch heraus, dass insgesamt zwischen 85 und 87 Millionen Euro geflossen sind.

Der Klub musste bereits zugeben, 13,5 Millionen an Steuern zu wenig für den Deal an den spanischen Fiskus abgegeben zu haben.

Nun muss das Gericht anhand anderer Offerten klären, wie hoch Neymars Marktwert zum damaligen Zeitpunkt wirklich war.

Auch andere Großklubs waren dran

Neben den Bayern sollen auch Real Madrid, Manchester City und der FC Chelsea Angebote abgegeben haben.

Auch sie müssen nun offenlegen, wie viel ihnen der heute 23-Jährige wert gewesen wäre.

Barcelonas aktueller Präsident Josep Maria Bartomeu und sein Vorgänger Sandro Rosell müssen sich für den Deal vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert siebeneinhalb Jahre Haft für Rosell sowie zwei Jahre und drei Monate für Bartomeu.

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