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Die Bundesliga-Uhr am 3. Mai 2014 Hamburger SV v FC Bayern Muenchen - Bundesliga
Seit über 50 Jahren tickt die Uhr im Hamburger Stadion © Getty Images

Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer stellt klar, dass der Blick des Hamburger SV zwar nach vorne gehe, man aber auch künftig auf seine Markenzeichen setzen werde.

Der Hamburger SV hat die Spekulationen um die Abschaffung seiner legendären Stadionuhr und des Dinosaurier-Maskottchens vorerst beendet.

"Der Dino gehört zu uns und wird definitiv bleiben", zitierte der Klub Sportchef Dietmar Beiersdorfer am Mittwoch auf seiner Homepage. Die Frage nach der Uhr sei dagegen etwas "komplexer", weil die "Bedeutung mittlerweile stark überhöht ist".

Zuletzt sei die Anzeige der Liga-Zugehörigkeit des HSV zu oft mit einem Abstieg des Traditionsklubs verbunden worden. "Wir müssen den Blick nach vorne richten und uns nicht primär an der Vergangenheit ergötzen, sondern auf die Zukunft freuen", sagte Beiersdorfer: "Das wollen wir künftig auch über die Uhr zum Ausdruck bringen."

Die Hanseaten sind das letzte verbliebene Liga-Gründungsmitglied, eine Uhr im Stadion zeigt die Zeit der Zugehörigkeit an.

Zuvor hatte der Marketing-Vorstand des Klubs, Joachim Hilke, in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt die Symbole auf den Prüfstand gestellt.

Der HSV müsse sich "stärker Richtung Zukunft positionieren", erklärte er: "Die Stadionuhr und der Dino sind zwei Punkte, über die wir zügig nachdenken müssen. Wir schieben so viele Sachen an, die aber häufig von den Symbolen der Vergangenheit überlagert werden."

Auch Hilke deutete an, dass "die Uhr nicht zwingend dort weiter hängen muss". Zudem solle das Profil des Dino-Maskottchens geschärft werden.

Der HSV müsse "dokumentieren, dass wir eine zukunftsgerichtete Politik betreiben", sagte Hilke: "Umgekehrt ist aber auch klar, dass wir nicht besser Fußball spielen, wenn wir die Stadionuhr abschrauben."

Im Rahmen der geglückten Relegation im Kampf um den Bundesliga-Verbleib hatte es in Hamburg Kritik an der Fokussierung auf den Dino-Status des HSV gegeben. Der Klub lebe zu sehr in der Vergangenheit, hieß es.

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