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München - Kevin Trapp hat das Interesse von PSG geweckt. Bei SPORT1 sprechen Frankfurts Trainer Armin Veh und sein früherer Torwarttrainer Gerald Ehrmann über die Zukunft des Keepers.

Mit 24 Jahren ist Kevin Trapp schon weit gekommen. Der Torwart wechselte 2012 vom 1. FC Kaiserslautern, seinem Heimatverein, zu Eintracht Frankfurt. Kaum hatte er bei den Hessen seine ersten Trainingseinheiten absolviert, war Oka Nikolov - bis dahin die Torwart-Ikone bei der Eintracht - auch schon verdrängt.

Trapp wurde unter Trainer Armin Veh sofort die neue Nummer eins, stieg mit den Hessen in die Bundesliga auf und qualifizierte sich anschließend als Aufsteiger für die Europa League.

Während Veh nach einem erfolglosen Intermezzo beim VfB Stuttgart und einer halbjährigen Auszeit an den Main zurückkehrt, deutet einiges darauf hin, dass sich Trapp aus Frankfurt verabschiedet.

Veh sieht Trapp als Neuers Erbe

Das liegt nicht an mangelnder Wertschätzung. Im Gegenteil. Veh schwärmt von Trapp. "Er hat sich unglaublich weiterentwickelt und ist für mich einer der Torhüter, der mal Manuel Neuer beerben kann. Wir sind froh, dass er bei uns ist", sagte Veh im Gespräch mit SPORT1.

Doch ob das noch lange so sein wird, ist äußerst fraglich.

Denn auch internationale Top-Klubs kennen inzwischen Trapps Stärken. Nun buhlt Paris St. Germain heftig um den Torwart. Ein Wechsel nimmt immer konkretere Formen an - trotz eines Vertrages bis 2019. Trapp reiste zuletzt in die französische Hauptstadt, um mit den PSG-Bossen zu verhandeln. Für ihn wäre es ein ähnlicher Schritt wie der von Marc-Andre ter Stegen im Vorjahr zum FC Barcelona.

Bruchhagen bestätigt PSG-Interesse

Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen wollte auch gar nichts dementieren. Bei SPORT1 bestätigte der 66-Jährige das Interesse an dem Torhüter: "Wir wissen, dass es ein Angebot gibt und Paris an Kevin herangetreten ist."

Alles andere aber sei "hypothetisch", sagte Veh.

"Man kann nicht grundsätzlich ausschließen, dass er geht. Wir sind kein Verein, der das sagen kann", erklärte Veh. Zumal die Franzosen bereit sind, für Trapp einen zweistelligen Millionenbetrag zu zahlen. Von 10 Millionen Euro ist die Rede.

Es gebe "immer zwei Seiten", so Veh: "Eine Seite des Spielers, dem man eine große Chance nicht verbauen will, aber wir als Verein müssen auch ordentlich Geld bekommen." Es sei "nicht auszuschließen, dass Kevin uns verlässt, momentan ist aber der Stand, dass er bleibt."

Ehrmann traut Trapp den Sprung zu

Einer, der Trapp bereit für den nächsten Schritt sieht, ist sein Mentor und erster Torwarttrainer als Profi in Kaiserslautern.

"Ich würde dem Kevin den Sprung nach Paris selbstverständlich zutrauen. Er ist von der Persönlichkeit, seiner Einstellung und seiner Art so gewachsen in den vergangenen drei Jahren. Ich bin fest davon überzeugt, dass er das schaffen kann", sagte Gerald Ehrmann SPORT1.

Es sei natürlich das Geld, was da locke, aber auch eine riesige sportliche Herausforderung, betont Ehrmann und ergänzt: "Paris St. Germain ist eine ganz andere Adresse, da kann man keinem böse sein, wenn er sich da überlegt zu wechseln. Die Chance bekommt er nicht so oft."

Wenn es nach Ehrmann geht, sollte Trapp nicht lange überlegen: "Auch der Verein als solcher ist ein Riesen-Ding, da musst du die Chance nutzen. Die internationale Bühne mit der Champions League ist schon enorm reizvoll."

Folgt Weidenfeller auf Trapp?

Sollte Trapp Richtung Paris ziehen, könnte ausgerechnet sein einstiger Vorgänger beim FCK sein Nachfolger in Frankfurt werden: Roman Weidenfeller.

Der 34 Jahre alte Torwart hat bei Borussia Dortmund noch Vertrag bis 2016, aber in den Planungen von Thomas Tuchel spielt er offenbar keine Rolle mehr.

Ehrmann rät Weidenfeller aber zu einem anderen Schritt als zum Wechsel nach Frankfurt: "Ich würde ihm nahe legen, nochmal ins Ausland zu gehen."

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