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München - Die 35 Millionen der Bayern für Douglas Costa sind gut investiert, sagt Paulo Sergio bei SPORT1. Er erklärt, warum sein Landsmann auch zusammen mit "Robbery" spielen kann.

Douglas Costa hatte es nicht leicht.

Im Rückspiel des Achtelfinals der vergangenen Champions-League-Saison konnte kein Spieler von Shaktar Donezk glänzen. Wie auch? Mit 0:7 ging der ukrainische Topklub beim FC Bayern unter.

Dennoch hat der brasilianische Nationalspieler bei Pep Guardiola offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Wie SPORT1 erfuhr, ist der Wechsel von Douglas nach München nicht nur so gut wie fix, der 24-Jährige ist dem deutschen Rekordmeister auch eine rekordverdächtige Summe wert.

35 Millionen Euro wollen die Bayern für ihn bezahlen. Für Paulo Sergio gut angelegtes Geld. "Das ist ein sehr guter Spieler", sagt der ehemalige Münchner bei SPORT1 über seinen Landsmann, der am Samstag mit Brasilien im Viertelfinale der Copa America gegen Paraguay (ab 23.30 Uhr im LIVETICKER) spielt.

Auch Shaktars Trainer Micea Lucescu bestätigte mittlerweile den Transfer. "Das kommt mir absolut normal vor", sagte er  in der rumänischen Sportzeitung Dolce Sport auf den Wechsel angesprochen. "Auch Inter Mailand wollte ihn", sagte Lucescu, "es gibt seit dem Winter Gespräche. Bei uns konnte er sich nicht mehr weiterentwickeln."

Hauptkriterium erfüllt

Und Costa ist vor allem eins, sehr variabel und flexibel einsetzbar, womit er eines der Hauptkriterien von Bayern-Coach Guardiola erfüllt.

"Er kann im Mittelfeld und Sturm spielen, normalerweise spielt er auf der Position von Robben oder Ribery", erklärt Sergio, der 2001 mit den Bayern die Champions League gewann. Lucescu verortet Costa eher auf dem rechten Flügel. "Ich sehe ihn anstelle von Arjen Robben, er hat das gleiche Profil. Er ist erst 24 Jahre alt, in den kommenden Jahren könnte er Robbens Niveau erreichen", meinte der Meistertrainer.

Doch nicht nur auf den Flügeln fühlt sich der starke Dribbler wohl, er könnte auch aus einer eher zentraleren Position das Spiel des aktuellen deutschen Meisters entscheidend prägen.

Nicht nur Flügelspieler

Die Bayern können mit der Verpflichtung also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Costa ist einerseits die dringend benötigte Alternative zu den verletzungsanfälligen Außenstürmern Franck Ribery und Arjen Robben. Er könnte aber auch das Vakuum im Mittelfeld füllen, das ein möglicher Abschied der Bayern-Ikone Bastian Schweinsteiger hinterlassen würde.

Im Trikot von Shaktar spielte Costa in beiden Spielen gegen die Bayern auf der rechten Mittelfeldseite und war damit der Gegenspieler von Ribery, der wiederum keine guten Erinnerungen an das Duell hat. Immer wieder wurde er vom Brasilianer mit kleineren und größeren Attacken malträtiert. 

Ob sie in Zukunft häufiger zusammen auf dem Feld spielen, muss aber nicht nur deswegen bezweifelt werden. Schließlich ist immer noch nicht absehbar, wann der Franzose seine komplizierte  Sprunggelenksverletzung auskuriert haben wird. Selbst der Start der neuen Saison dürfte für Ribery noch zu früh kommen.

"Er bringt mehr nach vorn"

Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass Costa auch zusammen mit "Robbery" auf die Gegner losgelassen wird. "Douglas Costa könnte im Mittelfeld auch zentraler spielen oder mit Robben und Ribery zusammen", sagte Sergio.

Costa, der Allrounder. Nur auf einer Position wäre er nicht gut aufgehoben, meint Sergio: "Außenverteidiger passt nicht zu ihm, er bringt mehr nach vorne als nach hinten."

Sergio ist jedenfalls davon überzeugt, dass sich sein junger Landsmann bei den Bayern nicht nur durchsetzen wird: "Er kann bei Bayern viel Spaß haben."

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