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Pep Guardiola wurde mit dem FC Bayern in zwei Jahren zweimal Meister © Getty Images

München - Pep Guardiola gewährt bei einem Vortrag in seiner Heimat überraschende Einblicke in sein Inneres und erklärt, was ihm wichtiger ist als Titel zu gewinnen.

Was sind die Beweggründe, die Pep Guardiola in seinem Leben und bei seiner Arbeit wirklich antreiben?

Der Trainer des FC Bayern hat sich am Dienstag ausführlich zu diesem Thema geäußert und dabei überraschende Einblicke in sein Inneres gewährt.

"Wenn ihr wissen wollt, was ich mir im Leben und von meiner Arbeit wünsche: Ich möchte geliebt werden, mehr suche ich nicht. Das ist es, was ich will. Das ist mein Gefühl", sagte Guardiola am Dienstag bei einem Vortrag zum Thema Führungsqualitäten.

"Was ich wirklich suche, sind keine Titel"

"Was ich wirklich suche, sind keine Titel", betonte Guardiola auf einer Veranstaltung zum 50. Jubiläum der Organisation Ampans im "Kursaal" der katalanischen Kleinstadt Manresa, wo Guardiola als Jugendlicher seine Karriere als Fußballer begonnen hatte.

In seinem Beruf als Trainer versuche er, "dass mich die Leute lieben, aber das ist nicht so einfach. Wenn du Spieler draußen lassen musst, ärgern sie sich weil sie denken, dass ich sie nicht mag. Sie denken nicht, dass dies Entscheidungen aus taktischen Gründen sind, sondern bei ihnen kommt an, dass sie nicht geliebt werden".

Guardiola erzählte dazu eine Anekdote aus seiner Trainerlaufbahn: "Ich hatte einen außergewöhnlich guten Spieler, der aber nicht das Tor getroffen hat", berichtete der ehemalige Mittelfeldstar.

"Ich bin mit ihm in ein Cafe gegangen und wir haben gesprochen. Über das Leben, nicht über Fußball. Im nächsten Spiel hat er zwei der vier Tore unserer Mannschaft erzielt. Er hat sich als etwas Besonderes gefühlt, weil er sich geliebt gefühlt hat."

Individualisierung als Schlüssel zum Erfolg

Individualisierung sei "der Schlüssel" zum Erfolg, nicht nur bei der Führung einer Fußballmannschaft, betonte der Starcoach: "Geliebt zu werden, ist das, was jeder einzelne von uns will."

Die Organisation Ampans hat sich der Integration von Personen mit Lernstörung verschrieben.

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