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So könnte die Startelf von Borussia Dortmund unter Thomas Tuchel aussehen
So könnte die Startelf von Borussia Dortmund unter Thomas Tuchel aussehen © SPORT1/Getty Images

München - Neuer Keeper, neue Alternativen für Abwehr und Mittelfeld - bald noch ein neuer Stürmer? Unter Thomas Tuchel wird sich der Charakter des BVB wandeln.

13 Jahre ist es mittlerweile her, dass Roman Weidenfeller und Sebastian Kehl ihren ersten gemeinsamen Auftritt für Borussia Dortmund hatten.

Mit 1:0 besiegten sie 1860 München. Dortmunds Trainer war damals Matthias Sammer, Dortmunds Siegtor schoss damals Ewerthon schoss auf Vorlage von Lars Ricken. Die Einwechslungen von Daniel Borimirov, Davor Suker und Paul Agostino auf Münchener Seite änderten nichts daran. Man sieht: Ist alles eine Weile her.

Kehl wird ab jetzt nicht mehr für Dortmund spielen. Weidenfeller wohl auch nicht mehr, spätestens seit Sonntag zeichnet sich das ab. Weidenfeller und er werden "sehr ehrlich miteinander sprechen", kündigte der neue Trainer Thomas Tuchel an. Es klang nach: sehr ehrlich über eine Trennung.

Roman Bürki ist der neue Mann im Kasten, der Wachwechsel das bislang sichtbarste Signal, dass neue Zeiten anbrechen unter Tuchel.

Castro flexibel einsetzbar

Einen Total-Umbruch wird der Nachfolger von Jürgen Klopp zwar nicht vollziehen, nach der Einkaufsoffensive im vergangenen Sommer setzt der BVB nun eher auf punktuelle Veränderungen.

Der eigentliche Schlüssel zum Wandel ist Tuchel selbst, die taktischen Variationen, mit denen er die kloppsche Pressingmaschinerie ummodeln soll.

Trotzdem: Auch die Neuzugänge werden das Gesicht der Mannschaft umformen. Der Schweizer Bürki hat beste Aussichten im Kampf um den Stammplatz den nicht immer sicheren Mitchell Langerak auszustechen.

Gonzalo Castro, der 12-Millionen-Transfer aus Leverkusen, ist ein Allrounder, der viele Positionen besetzen kann. Als Rechtsverteidiger kann er die Lücke füllen, die die häufigen Verletzungen von Lukasz Piszczek hinterlassen.

Aber auch im defensiven Mittelfeld ist er eine Alternative nach dem Karriere-Ende von Kehl und dem wahrscheinlichen Abgang von Ilkay Gündogan.

Geis fürs Zentrum? Oder Youngster Weigl?

Die kann aber auch der vielumworbene Johannes Geis sein, den es nach der U21-WM auch noch zu Dortmund ziehen könnte. Auch Julian Weigl, von 1860 verpflichtet, bietet sich für die Position an.

Ansonsten? Sucht Dortmund dem Vernehmen nach vor allem noch eine Verstärkung für den Angriff. Nur Pierre-Emerick Aubameyang konnte dort vergangene Saison überzeugen. Andererseits: Unter Klopp starteten ja viele erst im zweiten Jahr durch, womöglich gelingt das - auch ohne Klopp - noch Ciro Immobile.

Auch andere, bislang als Transfer-Flops Verschriene wie Matthias Ginter und Kevin Kampl hoffen unter Tuchel auf einen Neuanfang.

Es kann also noch einiges in Bewegung kommen bei Tuchels neuem BVB.

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