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München - Die bisherige Stuttgarter Nummer eins wird neuer Ersatzmann von Manuel Neuer. Beim VfB werden der polnische Nationalkeeper und Roman Weidenfeller als Nachfolger gehandelt.

Sven Ulreich wechselt überraschend vom VfB Stuttgart zum FC Bayern.

Entsprechende Informationen von SPORT1 und anderen Medien bestätigten beide Vereine am Dienstagvormittag.

Der bisherige Stammkeeper der Schwaben wird beim deutschen Rekordmeister neuer Ersatztorwart hinter Manuel Neuer und erhält einen Dreijahresvertrag.

Ulreich besaß beim VfB noch einen Vertrag bis 2017, die Ablöse soll bei rund drei Millionen Euro liegen.

"Genau an der richtigen Adresse"

"Ich habe nach vielen Jahren in Stuttgart eine neue Herausforderung gesucht. Da bin ich beim FC Bayern genau an der richtigen Adresse", sagte Ulreich: "Ich freue mich riesig auf die ganze Mannschaft und all das Neue, das auf mich zukommt. Ich möchte meinen Teil zum Erfolg beitragen und werde immer da sein, wenn ich gebraucht werde."

Die Aussicht, klare Nummer 2 hinter Neuer zu sein, findet er nach eigenen Angaben verlockend: "Wenn man mit einem Welttorhüter zusammenarbeiten und ihn jeden Tag im Training beobachten darf, kann man sich einiges abschauen."

Der FC Bayern wiederum sieht Ulreich als Ideallösung für den Nummer-2-Job: "Er passt nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich perfekt zum FC Bayern", lobt Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen.

Tyton oder Weidenfeller als Ersatz?

Der VfB soll nach einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten bereits einen Nachfolger gefunden haben: Den polnischen Nationalkeeper Przemyslaw Tyton.

Der 28-Jährige war zuletzt vom PSV Eindhoven an den spanischen Erstligisten FC Elche ausgeliehen. Er soll einen Vertrag bis 2018 erhalten und unter einer Million Euro Ablöse kosten.

Mit Przemyslaw Tyton als Schlussmann gewinnt der VfB Stuttgart das Testspiel gegen Manchester City
Przemyslaw Tyton ist derzeit vom PSV Eindhoven an den FC Elche verliehen © Getty Images

Dagegen berichtet die Stuttgarter Zeitung, dass Roman Weidenfeller von Borussia Dortmund Topkandidat sein soll. Allerdings würde für den 34-Jährigen, dem beim BVB nach der Verpflichtung des Freiburgers Roman Bürki die Ersatzbank droht, wegen seines bis 2016 laufenden Vertrags ebenfalls eine Ablöse fällig.

Offen ist die Zukunft des bisherigen Ersatzmannes Thorsten Kirschbaum, an dem der 1. FC Nürnberg interessiert ist. Zudem steht der ehemalige Junioren-Nationaltorwart Odisseas Vlachodimos beim VfB unter Vertrag, kam trotz seines Talents aber bislang nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz.

Seit 17 Jahren beim VfB

Ulreich kam vor 17 Jahren als Zehnjähriger zum Deutschen Meister von 2007, mit dem er die A-Junioren-Meisterschaft 2005 gewann. Sein erstes von insgesamt 176 Bundesligaspielen bestritt er am 9. Februar 2008.

"Mit Sven verlieren wir eine Persönlichkeit, die eine hohe Identifikation mit dem VfB hat. Dennoch kommen wir seinem Wunsch nach einer sportlichen Veränderung nach", erklärte Sportchef Robin Dutt.

Zuletzt war Ulreich allerdings nicht immer unumstritten, Ex-Coach Armin Veh hatte ihn in der vergangenen Saison zeitweise zur Nummer 2 degradiert. Beim FC Bayern hingegen gibt sich der 26-Jährige mit dieser Rolle zufrieden. Er folgt damit dem Spanier Pepe Reina, der die Münchner nach nur einem Jahr wieder verlässt. Dritter FCB-Keeper bleibt Tom Starke.

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