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Schalkes neuer Übungsleiter wird vor dem ersten Training gefeiert und zeigt Fannähe. Die Spieler werden skeptisch beobachtet, nur zwischendrin gibt es Applaus.

Andre Breitenreiter hat beim FC Schalke 04 am Vormittag sein erstes Training geleitet. Bei sommerlich warmen Temperaturen verfolgten etwa 1000 Zuschauer intessiert die erste Einheit.

Während die Mannschaft - noch ohne den verletzten Weltmeister Benedikt Höwedes und zehn weitere Profis - vor Beginn verhalten begrüßt wurden, gab es für Breitenreiter großen Applaus. Der Trainer gewann auch nach Abschluss der Einheit Sympathiepunkte, als er sich für Selfies und Autogrammwünsche lange Zeit nahm und Fannähe demonstrierte.

Mit zwölf Profis und sechs Amateurspielern bestritt der Nachfolger des gescheiterten Roberto Di Matteo die erste Übungseinheit - darunter auch der brasilianische Neuzugang Junior Caicara, der für knapp fünf Millionen Euro vom bulgarischen Meister Ludogorez Rasgrad verpflichtet worden war.

Der Königstransfer Johannes Geis fehlte noch, als Breitenreiter nach zwei Aufwärmrunden bei 33 Grad sofort mit dem Ball arbeiten ließ. Der Ex-Mainzer, der für mehr als zehn Millionen Euro nach Schalke wechselte, ist nach der U21-EM ebenso noch in Urlaub wie sein Nationalmannschaftskollege Max Meyer, der Niederländer Klaas-Jan Huntelaar, der Serbe Matija Nastasic und der Bosnier Sead Kolasinac. Neben Höwedes fehlen zunächst auch Atsuto Uchida und Fabian Giefer verletzt.

Der Peruaner Jefferson Farfan und die U19-Nationalspieler Leroy Sane und Thilo Kehrer sind noch international im Einsatz. Joel Matip, dem nach seinem Mittelfußbruch eine Metallplatte entfernt wurde, und Felix Platte nach einer Sprunggelenk-OP absolvierten Reha-Training auf dem Platz. Ihr Schalke-Debüt gaben auch Co-Trainer Volkan Bulut (33), Torwarttrainer Simon Henzler (38) und Athletik-Coach Tobias Stock (35), die mit Breitenreiter vom SC Paderborn gekommen waren.

Während des Trainingsspiels gab es bei Treffern sogar Szenenapplaus, sonst wurde das Treiben der Spieler eher skeptisch beobachtet.

Sportvorstand Horst Heldt verfolgte die 90-minütige Trainingseinheit vom Balkon der Geschäftsstelle aus. Am Sonntag geht Schalke in ein elftägiges Trainingslager in Österreich.

Es wird noch eine Weile dauern, bis die Mannschaft bei den Anhängern Kredit zurückgewinnt. Trainer Andre Breitenreiter aber ist vom ersten Tag an Sympathieträger und Hoffnungsträger.

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