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Bad Ragaz - Dortmunds Trainer Thomas Tuchel würde dem abwanderungswilligen Kevin Großkreutz keine Steine in den Weg legen. Das Urgestein sei derzeit im BVB-Kader hinten dran.

Borussia Dortmunds Trainer Thomas Tuchel würde Kevin Großkreutz keine Steine in den Weg legen, sollte dieser den Verein verlassen wollen. Das erklärte der 41-Jährige am Donnerstag in einer Presserunde im Trainingslager in der Schweiz.

Das Pressegespräch sollte nach der morgendlichen Intervalleinheit der Profis eigentlich in einer ungezwungenen Runde am Trainingsplatz stattfinden.

Am Ende saß Tuchel an einer Biertischbank vor fünf Mikrofonen und ebensovielen Kameras, umringt von Journalisten.

"Das ist schon wieder aufgebaut wie bei einer Pressekonferenz, dann werden meine Statements halt auch PK-like. Eine Lose-lose-Situation ist das hier", scherzte Tuchel, ehe er bereitwillig Auskunft gab – auch zur Personalie Kevin Großkreutz.

"Alles ist möglich"

Damit in diesem Fall am Ende nicht auf beiden Seiten Verlierer stehen, lässt der BVB-Coach dem Mittelfeldspieler alle Wege offen.

"Er hat sich ja selber sehr offensiv geäußert", meinte Tuchel zu den am Dienstag geäußerten Wechselgedanken des Nationalspielers.

"Wir werden abwarten, was die Zukunft bringt. Alles ist möglich", sagte Tuchel. Nach seiner Verletzung sei der Allrounder zurzeit noch hinten dran.

"Kevin war vor drei Wochen noch nicht in der Lage, fünf Minuten am Stück zu laufen", stellte Tuchel fest.

Seine Rückkehr sei "ein Prozess, den wir sehr vorsichtig begleiten". Durch den Trainingsrückstand verfügen Großkreutz' interne Konkurrenten derzeit über einen Vorteil. "Sie haben keine Verletzungen und ein vielfaches an Trainingseinheiten", sagte Tuchel.

Großkreutz braucht Geduld

"Wenn er die Geduld mitbringt, und er wird sie benötigen, dann ja", gab er einen Hinweis auf die Fortsetzung des bis Juni 2016 datierten Vertrages.

Nach zweieinhalbmonatiger Verletzungspause hatte Großkreutz beim 4:1 gegen den FC Luzern am Dienstag ein 20-minütiges Comeback gegeben. Danach hatte er geäußert, "man werde in den nächsten Wochen sehen, ob ich weiter für Borussia Dortmund spiele oder nicht".

Allzuviele Lose-lose-Situationen kann Tuchel auf Dauer jedenfalls nicht gebrauchen.

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