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Kevin Kuranyi absolviert eine umjubelte erste Einheit im Trikot von 1899 Hoffenheim. Trainer Gisdol nimmt ihm den Druck. Kuranyis Vater ist begeistert.

Der frühere Nationalspieler Kevin Kuranyi will mit seinem Engagement beim Bundesligisten 1899 Hoffenheim die Fans der Kraichgauer "glücklich" machen.

"Ich will so viele Tore wie möglich machen, um der Mannschaft zu helfen", sagte der 33 Jahre alte Angreifer nach seinem ersten Training am Freitag im TSG-Trikot.

Nach der Einheit gab Kuranyi fast jedem der 250 Kiebitze - ein echter Hype für Hoffenheimer Verhältnisse - ein Autogramm. "Es ist doch schön, dass so viele Leute gekommen sind", sagte der gut austrainiert wirkende Kuranyi, der bei der TSG einen Einjahresvertrag unterschrieben hat:

"Muss noch viel nachholen"

Kevin Kuranyi
Kevin Kuranyi (M.) unterschrieb bei 1899 Hoffenheim einen Einjahresvertrag © Getty Images

"Es tut sehr gut, wieder Bundesliga-Luft zu schnuppern. Das ist ein Traum. Die Jungs sind zwar ein paar Wochen voraus und ich muss noch viel nachholen, aber das werde ich mit Genuss tun. Es wird aber ein paar Wochen dauern, bis ich spielfähig bin."

Nach fünf Jahren beim russischen Erstligisten Dynamo Moskau zog es Kuranyi, der von 1997 bis 2005 für den VfB Stuttgart spielte, wieder in die Nähe seines bekannten Umfelds.

"Ich bin wieder bei der Familie und den Freunden. Das habe ich vermisst", sagte der 52-malige Nationalspieler, der sich mit seiner Familie im Kraichgau ansiedeln möchte: "Ich hoffe, ich kann mich schnell integrieren - auf dem Platz und außerhalb."

Gisdol nimmt Druck von Kuranyi

TSG-Trainer Markus Gisdol will seinen neuen Schützling aber nicht allzu sehr unter Druck setzen, Kuranyi soll sich langsam wieder an die Bundesliga herantasten. "Wir sollten die Erwartungen nicht zu sehr in den Himmel schießen lassen", sagte Gisdol dem kicker: "Wir werden Kevin alle Zeit geben, sich ans Mannschaftstraining zu gewöhnen."

Gisdol, der dem Neuzugang die Rolle als Führungsfigur zutraut, ist zudem sicher, dass Kuranyi nach den Abgängen der Angreifer Anthony Modeste (1. FC Köln) und Sven Schipplock (Hamburger SV) die entstandene Lücke schließen kann.

"Kevin ist immer ein arbeitender Stürmer gewesen. Deswegen weiß er auch, was bei uns gefragt ist - und das liegt ihm", sagte der Trainer: "Ich bin froh, dass wir so einen Stoßstürmer haben. Er gibt uns mehr Möglichkeiten."

So sieht es auch Sportchef Alexander Rosen. "Er hat schon seine Fußspuren auf einem gewissen Niveau hinterlassen. Er identifiziert sich absolut mit unserer Idee, Fußball zu spielen - und er ist ein positiver Typ", sagte Rosen: "Deshalb bin ich mir sicher, dass es eine spannende Zusammenarbeit wird."

Kuranyis Vater Kont sagte SPORT1: Hoffenheim und Kevin, das passt wunderbar. Ein Reiz für ihn ist die Nähe der Familie. Und das, was Hoffenheim geschaffen hat, ist animierend für einen Sportler. Ich glaube, er ist in der Lage noch gute Tore zu schießen für Hoffenheim."

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