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Skandal-Profi Emir Spahic spricht erstmals seit seinem Wechsel zum Hamburger SV und spuckt dabei gleich große Töne. Dietmar Beiersdorfer verteidigt den umstrittenen Transfer.

Während Klubchef Dietmar Beiersdorfer hinter den Kulissen mal wieder mit Investor Klaus-Michael Kühne verhandelte, startete Skandalprofi Emir Spahic seine Rehabilitation beim Hamburger SV mit kecken Ansagen.

"Der HSV kann eine gute Rolle in der Bundesliga spielen, nicht so wie die zwei letzten Jahre", sagte der 34 Jahre alte Bosnier, dessen umstrittene Verpflichtung an der Elbe für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Knapp drei Monate nach seinem Rauswurf bei Bayer Leverkusen wegen einer Prügelei mit einem Ordner geben Beiersdorfer und Trainer Bruno Labbadia dem erfahrenen Innenverteidiger eine zweite, seine wohl letzte Chance.

"Ich will hier einen guten Job machen und möchte zeigen, dass ich noch auf hohem Niveau Fußball spielen kann", sagte Spahic. Und so meldete er nach seiner Ankunft im Trainingslager der Norddeutschen in Graubünden gleich einen Führungsanspruch an: "Ich möchte Stabilität in die Mannschaft bringen."

Ein Mangel, der den Hamburgern bei den beiden Fast-Abstiegen in den Vorjahren beinahe das Alleinstellungsmerkmal des Liga-Dinos gekostet hätte. 

er Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer verteidigte die Verpflichtung des Bosniers, dessen Vertrag bei Bayer Leverkusen nach einem Handgemenge mit Ordnern in der vergangenen Saison aufgelöst wurde.

"Natürlich haben wir uns damit auseinander gesetzt, haben viel diskutiert. Wir sind zur Überzeugung gekommen, dass Emir uns sehr helfen wird, weil er die Charakteristika in sich vereint, die wir suchen", sagte Beiersdorfer zu Pressevertretern.

Spahic könne eine Mannschaft von hinten heraus führen und besteche durch "Autorität auf dem Platz".

All das führte letztlich zur Entscheidung für den 34-Jährigen: "Wir haben sehr viel gute Auskünfte von ihm und ehemaligen Mitspieler erhalten. In Abwägung aller Dinge haben wir entschieden ihn zu verpflichten."

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