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Arturo Vidal
Arturo Vidal wird im Mittelfeld des FC Bayern eine tragende Rolle spielen © SPORT1-Grafik Paul Haenel mit getty images

München - Pep Guardiola hat dank Arturo Vidal eine grandiose Mittelfeldzentrale beisammen. Dabei ist die jetzige Lösung gar nicht Plan A - Lahm und Alaba müssen sich fügen.

Neuzugang Arturo Vidal soll beim FC Bayern nicht nur Bastian Schweinsteiger ersetzen. Ihm kommt in der neuen Saison eine entscheidende Rolle zu in Pep Guardiolas System. SPORT1 erklärt in zwei Varianten, wie der Chilene in die Startelf des FC Bayern passt.

FC Bayern im 4-3-3

© SPORT1

Vidal besetzt einen der beiden etwas offensiveren Parts im Zentrum, Xabi Alonso sichert dahinter als Sechser ab. Dritter Mann wäre wohl Thiago.

So hat Guardiola seine drei Verpflichtungen auf einem Haufen und dazu noch die Außenverteidiger-Positionen am besten besetzt. David Alaba und Lahm können und wollen auch im Mittelfeld spielen, werden hier aber mehr gebraucht. Sie dürften zunächst wenig begeistert sein von dieser Aussicht.

"Sie wissen doch, wo ich am liebsten spiele", antwortete Lahm in China auf die Frage nach seiner Vorliebe. Er sieht sich als Gestalter, nicht als zweidimensionaler Flügelschufter.

Alternativen wären hinten links Juan Bernat sowie hinten rechts Rafinha. Sie werden auch ihre Chancen bekommen, vor allem in den entscheidenden Spielen dürften Vidal und Thiago aber gesetzt sein.

Joshua Kimmich, Sebastian Rode, Pierre-Emile Hojbjerg und Gianluca Gaudino haben erst realistische Aussichten auf einen Startelfplatz, wenn gleich mehrere der oben genannten Kandidaten gleichzeitig geschont werden. Sie sind die Verlierer des neuen Mittelfeldplans der Bayern.

Genau wie Javi Martinez. Ihn führt Guardiola ganz sachte an die Mannschaft heran, nachdem es auf der Münchner Chinatour schon Probleme bei Martinez' Genesung gab. Er wird sich ganz hinten anstellen müssen. Außerdem sieht ihn Guardiola ohnehin eher als Option für die Abwehr.

FC Bayern im 3-4-3

© SPORT1

Hier gibt es im zentralen Mittelfeld nur zwei Plätze, besetzt von Vidal und Lahm. Mit Müller rechts und Thiago links hinter Ribery, Lewandowski und Robben eine extrem offensive Aufstellung.

Eben deshalb braucht Guardiola dann Lahm als zusätzlichen Ordner im Mittelfeld. Mit Alaba, Boateng und Benatia als Dreier-Abwehr stellt sich auch nicht die Frage nach einem Rechtsverteidiger.

Vor einer Dreierkette könnten auch Vidal, Lahm und Alonso spielen in einem 3-5-2. Müller würde dafür in die Spitze neben Lewandowski gehen, in diesem Fall säße Thiago dann auf der Bank.

Fazit

Unabhängig vom System: Vidal ist als Achter eingeplant, wo er seine Stärken ideal einbringen kann. "Er ist ein extrem guter Balleroberer und geht in jeden Zweikampf mit voller Intensität. Mittlerweile hat er auch ein sehr starkes Passspiel", sagte Simon Rolfes im SPORT1-Interview, der ihn sehr gut aus der gemeinsamen Zeit in Leverkusen kennt.

Darüber hinaus steuerte Vidal zuletzt auch wichtige Tore für seine Mannschaften bei, etwa den einzigen Treffer für Juventus im Champions-League-Viertelfinale gegen Monaco. Insgesamt dreimal traf er bei der Copa America, verwandelte zudem im Elfmeterschießen des Endspiels gegen Argentinien.

Guardiola hat sich eine ganze Armada fürs Mittelfeld gesammelt. Vidals Verpflichtung sendet eine klare Botschaft an die eigenen Spieler: In dieser Hinsicht lässt der Trainer sicher nicht nach.

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