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Ilkay Gündogan will die Fans nach den Pfiffen gegen ihn mit Leistungen überzeugen. Es sei ihm nie ums Geld gegangen, er denkt aber weiter an eine "neue Herausforderung".

Ilkay Gündogan will nach seiner Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund und den Pfiffen der BVB-Fans gegen ihn bei der Saisoneröffnung die Anhänger mit guten Leistungen überzeugen, zeigt aber auch Verständnis für deren Unmut.

"Ich glaube: Wenn ich meine Leistung bringe und eine Schippe drauf lege, kann ich viele Leute überzeugen. Hoffentlich auch die, die jetzt verstimmt sind", sagte Gündogan der Bild: "Übrigens sind sie das sicher auch deshalb, weil sie manches von dem geglaubt haben, was in der Zeitung stand. Hätte ich als Außenstehender bestimmt auch gemacht. Ich kann das also sogar verstehen. Der Klub und ich kennen aber die Wahrheit."

Gündogan hatte vergangene Saison zunächt angekündigt, seinen ursprünglich bis 2016 laufenden Vertrag in Dortmund nicht verlängern zu wollen.

Verlängerung nur um ein Jahr

Der Nationalsspieler wollte wechseln, unter anderem waren der FC Bayern und der FC Barcelona im Gespräch, letztlich zerschlugen sich jedoch alle Optionen. Vergangene Woche gaben Gündogan und der Verein schließlich bekannt, dass sein Vertrag doch bis 2017 verlängert wird.

Ilkay Gündogan
Ilkay Guendogan wechselte 2011 aus Nürnberg nach Dortmund © Getty Images

Bei seinen Wechselabsichten sei der finanzielle Aspekt jedoch nicht entscheidend gewesen, beteuerte Gündogan: "Ich hatte lukrative Angebote von denen der BVB weiß, und ich habe mich ganz bewusst gegen sie und für den BVB entschieden. Es ging also nie - wie in manch einer Zeitung ständig kolportiert - ums Geld."

Der 24-Jährige fühlt sich in der Öffentlichkeit falsch dargestellt: "Wenn ich diese Frage ehrlich beantworten soll: teilweise schon. Ich glaube, dass meine Familie und ich immer offene und ehrliche Gespräche mit dem BVB hatten - zu jeder Zeit."

Gündogan räumt Fehler ein

Dennoch räumt er im kicker auch eigene Fehler ein. In Sachen Außendarstellung "sei nicht alles optimal" gelaufen. "Es ging um den Wunsch, offen und ehrlich zum gesamten Umfeld sein zu wollen. Heute räume ich ein, dass das nicht gut oder vielleicht zu ehrlich war und ich mir dadurch Probleme ins Haus geholt habe."

Viele Fans nehmen es Gündogan allerdings übel, dass er seinen Vertrag wieder lediglich um ein Jahr verlängerte.

Der Mittelfeldspieler dazu in der Bild: "Man kann das immer aus zwei verschiedenen Sichtweisen sehen: Die einen werden sagen, okay, er hat jetzt verlängert, und falls er nächstes Jahr gehen sollte, wird der Verein deshalb noch viel Geld bekommen. Also alles gut! Die anderen sagen: Wieder nur ein Jahr. Der spielt doch nur hier, um woanders unterzukommen. Jeder muss sich da seine eigene Meinung bilden. Ich will nur ehrlich sein."

"Irgendwann eine neue Herausforderung"

Weiterhin hat er jedoch nicht vor, für immer beim BVB zu bleiben: "Ich schätze diesen wunderbaren Klub sehr, doch mein Lebensentwurf sieht auch irgendwann einmal eine neue Herausforderung vor."

Gündogan weiter: "Aber jetzt bin ich heiß auf die neue Saison mit dem BVB. Und das möchte ich allen Menschen beweisen. Ich will zurück auf mein persönliches Topniveau."

Einen Vorvertrag mit dem FC Barcelona gebe es nicht, sagte Gündogan dem kicker. Es gebe auch keine Überlegungen, nur noch ein halbes Jahr beim BVB zu spielen und dann zur Rückrunde zu wechseln - etwa zu den Katalanen, deren Transfersperre im Winter endet.

"Natürlich geht man alle Optionen durch. Da ich aber noch hier bin und keinen Vertrag mit Barcelona habe, kann man sich den Rest auch denken. Ein Weggang im Winter steht jetzt nicht zur Debatte. Ich plane mindestens ein weiteres Jahr in Dortmund."

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