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Karlsruher SC v SV Darmstadt 98  - 2. Bundesliga
© Getty Images

Darmstadts Trainer Dirk Schuster ist mit dem Transfergebahren des Ligakonkurrenten nicht einverstanden. Der geplatzte Sereno-Wechsel liegt den Lilien schwer im Magen.

Die Verpflichtung des früheren portugiesischen Nationalspielers Henrique Sereno durch Bundesligist FSV Mainz 05 sorgt für Verstimmung beim 30 Kilometer entfernten Rhein-Main-Rivalen Darmstadt 98.

"Wir haben für Mainz die Vorarbeit geleistet. Vielleicht sollten wir uns vorher austauschen, was die Mainzer noch so brauchen. Dann könnten wir uns die Arbeit sparen", sagte Darmstadts Coach Dirk Schuster mit einem großen Schuss Sarkasmus der Bild.

Grund für den Ärger beim Trainer des Aufsteigers sind die Umstände des Sereno-Transfers nach Mainz. Der 30 Jährige, der zuletzt beim türkischen Klub Kayserispor spielte, hatte in der vergangenen Woche ein Probetraining bei den Lilien absolviert und dabei überzeugt.

Darmstadt verhandelte daraufhin mit dem 1,88 Meter großen Innenverteidiger über einen Vertrag, ehe Sereno dem Aufsteiger ab- und dem FSV zusagte.

Der Mainzer Manager Christian Heidel will dennoch nichts von einem fragwürdigen Vorgehen seines Klubs wissen.

"Wir waren mit Sereno schon vor Darmstadt im Gespräch", erklärte der 52-Jährige: "Die Entscheidung, ein Angebot abzugeben, gab es aber erst am Sonntag und hatte nichts mit Darmstadt 98 zu tun."

Sereno stand in der Saison 2011/2012 im Kader des 1. FC Köln und absolvierte dort 25 Spiele, ehe er den Klub nach dem Bundesliga-Abstieg wieder verließ. Am Dienstag absolvierte der Abwehrspieler, der beim FSV einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat und angeblich 700.000 Euro im Jahr verdienen soll, sein erstes Training bei seinem neuen Klub.

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